Schwetzingen

Naturschutzgebiet Heidelerche und Ziegenmelker sind zurück

Tiere vor Störungen schützen

Archivartikel

Nach Jahren der Abwesenheit sind die seltenen Vogelarten Heidelerche und Ziegenmelker zurück im Naturschutzgebiet (NSG) Hirschacker und Dossenwald bei Schwetzingen. Das ist ein großer Erfolg für den Naturschutz, freut sich der für das Schutzgebiet zuständige Referent Dr. Jost Armbruster vom Regierungspräsidium Karlsruhe (RPK). Beide Vogelarten sind nach der Roten Liste der Vögel Baden-Württembergs als vom Aussterben bedroht eingestuft. Ihr Schutz ist für das Überleben dieser Arten von großer Bedeutung, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das RPK weist daher darauf hin, dass im ganzen NSG das Wegegebot gilt. Hunde sind an der Leine und auf den Wegen zu führen. Diese Verbote sind notwendig, um die seltenen Tierarten vor Störungen zu schützen – gerade während der Brutzeit. Eine Missachtung kann nicht nur zur Aufgabe von Bruten und damit zum Absterben der Jungvögel führen, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Zudem sollten diese Flächen nicht betreten werden, da nach Aufgabe der militärischen Nutzung nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, dass sich noch Kampfmittel im Boden befinden.

Dank zahlreicher Pflegemaßnahmen des RPK und des NABU konnten sich die besonderen Biotope des Hirschackers, beispielsweise lichte Kiefernwälder und Sandrasen-Gesellschaften gut entwickeln. Auf offenen und spärlich bewachsenen Sandflächen fühlen sich neben zahlreichen Insektenarten die am Boden brütenden Vogelarten Heidenlerche und Ziegenmelker wohl. Der Ziegenmelker brütet dabei nicht nur am Boden, als dämmerungs- und nachtaktiver Vogel verschläft er hier gut getarnt auch den Tag.

Um für Besucher die Lage im Gelände besser kenntlich zu machen, wurden zusätzliche Hinweisschilder installiert. Im Winter 2019/2020 werden weitere Maßnahmen folgen. zg

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