Schwetzingen

Klavierstudio Mädchen und Jungen stellen sich bei Tonleiterprüfung strenger Jury / Schnitt von 1,5 erreicht

Topnoten für Stanislav, Christos und Arjun

Im Klavierstudio Tatjana Worm-Sawosskaja für begabte Kinder und Jugendliche bewiesen die Schüler, dass sie diesem Titel durchaus gerecht werden. Über das gesamte Schuljahr hatten sie sich verschiedenen Herausforderungen gestellt, unter anderem Konzerten und Wettbewerben. Nun stand die „Tonleiterprüfung“ an.

Diese gehört nur beim Klavierstudio zum Pflichtprogramm. Aber die meisten Schüler freuen sich sogar zu zeigen, welche Fortschritte sie in der Fingertechnik gemacht haben. So ist die Prüfung eigentlich ab der zweiten Klasse Grundschule angesetzt, doch oft nehmen auch schon die Kleinsten daran teil wie Philipp Kremer und Stanislav Spesivstev, beide Erstklässler. Dafür hatte Stanislav viel vorbereitet: zwei Molltonleitern mit jeweils drei Arten, zwei Durtonleitern, zwei chromatische Tonleitern, die entsprechenden Akkorde und deren Umkehrungen sowie lange Arpeggien. Nach dem Betreten des Prüfungszimmers durfte er erstmal aus vier Kärtchen auswählen. Diese zwei Tonarten zeigte er dann der Jury. Nach so viel Konzentration war die Prüfung noch nicht vorbei, denn jetzt folgte noch die Etüde, was übersetzt soviel wie „Übungsstück“ heißt. Auch diese meisterte der Erstklässler mit Bravur.

Zehn Kinder stellten sich der Herausforderung und erreichten eine Durchschnittsnote von 1,5. Hier soll angemerkt sein, dass das Ergebnis durch eine strenge Wertung zustande gekommen ist. Bereits eine falsche Taste und die Bestnote 1 plus war vertan. Jeder weitere Fehler kostete jeweils eine Notenstufe. Die beste vergebene Note war eine 1 minus, auf die Stanislav Spesivtsev, Christos Herbold und Arjun Mukhopadhyay zurecht stolz sein können.

Umfassende Ausbildung

Eine bemerkenswerte Leistung zeigte auch Philipp Kremer, der die Prüfungsanforderungen der 3. Klasse erfüllte und mit einer Note 1-2 bestand. Viele Kinder treten regelmäßig bei Wettbewerben auf und gerade hier sieht Worm-Sawosskaja den Schlüssel zu den guten Resultaten. Ohne eine fundierte Technik, ist ein guter Auftritt nicht möglich. Deshalb wird im Klavierstudio nicht nur Wert auf Ausdruck und musikalische Gestaltung gelegt, alle Schüler erhalten eine umfassende Ausbildung: einerseits im Klavierunterricht, der zwei Mal wöchentlich stattfindet und bei dem sie durch echte Pianisten alle Tricks zum Perfektionieren neuer Stücke erlernen. Andererseits durch den Gruppenunterricht in Theorie und Musikgeschichte, der die nötige Basis bildet. vl

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