Schwetzingen

Tennisclub Blau-Weiß Vorsitzender Manfred Hausen freut sich über Treue der Mitglieder / Mit Andre Straka in eine erfolgreiche Zukunft

Turniergelder fließen in Infrastruktur

Keine Mannschaftsspiele im Sommer, keine Turniere, kaum Vergleichsmöglichkeiten im badischen Landesverband: Trotzdem ist der TC Blau-Weiß Schwetzingen meilenweit von einer Corona-Depression entfernt. Im Gegenteil. Vorsitzender Manfred Hausen verbreitet sogar Aufbruchstimmung: „Unsere Mitglieder verhalten sich sehr solidarisch. Wir hatten keine Austritte.“ Das gesparte Geld aus dem Ligabetrieb investiert der Verein in die eigene Infrastruktur. „Wir erweitern unsere Umkleiden und Duschen, der Asphaltplatz wird zu einem Kunstrasen und wir bekommen eine neue Ballwand“, zählt er auf.

Neu im Verein ist auch die Tennisschule von Andre Straka (wir berichteten). Der 31-Jährige kam nicht nur als Cheftrainer mit einer DTB-B-Lizenz auf die Anlage am Odenwaldring, sondern brachte gleich noch seine ganze Trainingsgruppe vom TC Römerberg mit. Kleine Besonderheit dabei: Nicht nur Straka, sondern auch Anton Kirill, Sascha Brechtel und Antonio Manola sammelten in der Vergangenheit in den unterschiedlichen Altersklassen in der Halle und auch unter freiem Himmel Titel bei den Tennis-Pfalzmeisterschaften. Die Blauweißen sind damit also die rechtsrheinische Enklave des Pfälzer Tennisverbandes.

Überhaupt wurde in der Pfalz nicht nur eine nahezu komplette Runde gespielt, sondern nutzten die Schwetzinger Spieler die Gelegenheit zur Teilnahme an Leistungsturnieren in den verschiedenen Altersklassen. Und das durchaus erfolgreich. So siegte beispielsweise Klaus Heinrichs beim Karlheinz-Reiter-Gedächstnisturnier des TC Oppau, während Sohn Nick im Schwetzinger Badenligakader zur Untätigkeit verdammt war. „Wir wollten kein Rumgeeiere. Letztlich wären es ja doch nur Freundschaftsspiele gewesen“, erklärte Hausen, warum sich der Vorstand in diesem Sommer zu einem Rückzug aller Mannschaften entschlossen hatte. Zumal auch der gemütliche Aspekt durch das Verbot der gemeinsamen Mannschaftsessen auf Grund der Hygieneregeln entfallen war.

Großer Zulauf im Jugendbereich

Aber im kommenden Jahr wollen die Schwetzinger sportlich durchstarten. Dafür sei man die Zusammenarbeit mit Straka und seiner Tennisschule eingegangen. „Wir stellen dafür nur die Platzanlage. Das Training wird komplett von Andre und seinem Team koordiniert“, erklärt Hausen die Zusammenarbeit. Er definiert auch das sportliche Ziel: „Wir wollen uns mit der ersten Herrenmannschaft in der Badenliga etablieren und möglichst viele eigene junge Leute an dieses Niveau heranführen.“ Das Potenzial dafür sei vorhanden, so Straka. „Wir hatten großen Zulauf und liegen jetzt zwischen 120 und 130 Jugendlichen. Wir hätten in dieser Saison bis zu zwölf Mannschaften melden können.“ Gerade um die Plätze fünf und sechs der Aufstellung sieht er hier einen fruchtbaren Konkurrenzkampf der Lokalmatadoren. Der Zweitliga-erfahrene Straka sei dabei, trotz seiner erst 31 Jahre, keine Option. „Ich werde keinem jungen Spieler den Platz wegnehmen.“

Insgesamt sieht sich der TC Blau-Weiß Schwetzingen also für die kommenden Jahre gut aufgestellt. „Wir sind mittlerweile schon so weit, dass wir mit unseren acht Plätzen an die Kapazitätsgrenzen stoßen“, erklärt Vorstand Hausen. Außerdem steht natürlich eine Tennishalle weiterhin ganz weit oben auf dem Wunschzettel. Nach der Corona-Zeit kann der Verein deshalb voll durchstarten.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional