Schwetzingen

Arbeiterwohlfahrt Zehn-Tagestour führt in den schönen Schwarzwald / Bei Lichterfest in Bad Krozingen / Viele Ausflüge in die Region unternommen

Überraschungsbesuch bei Wolfgang Gaber

Der Schwarzwald war das Reiseziel der Arbeiterwohlfahrt (Awo), schreibt die Awo in einem Bericht. In Bad Krozingen wurde das Hotel „Eden“bezogen – und dort war der Name Programm: Mit einem kühlen Getränk hieß die Hoteliersfamilie die Neuankömmlinge willkommen. Nach dem köstlichen Abendessen stellten die beiden Reiseleiterinnen Heide Spranz und Gerda Gress das Programm der nächsten zehn Tage vor.

Am nächsten Morgen ging es zu einem gemütlichen Spaziergang durch den gegenüberliegenden Kurpark, wo man sich später am Kurhaus zum Konzert des Johann-Strauß-Ensembles traf. Nach dem Abendessen fand sich die Gruppe im reservierten Aufenthaltsraum ein, um beim Bingo den Abend ausklingen zu lassen.

Am nächsten Tag stand der erste Ausflug an. Die Freude war groß, als die Reiseteilnehmer den Busfahrer erkannten, der schon vor vier Jahren der Fremdenführer auf den Schwarzwaldfahrten war. Diesmal ging’s zum Kaiserstuhl, begleitet von vielen Informationen und Anekdoten seitens des Busfahrers. Er erzählte, dass der Kaiserstuhl 750 Meter hoch sei, 16 Kilometer lang und 13 Kilometer breit und Ihringen nachweislich der wärmste Ort in Deutschland ist. Die Fahrt führte über Mengen-Munzingen nach Breisach. Nach einer Kaffeepause am Altrhein ging’s zurück ins Hotel.

Heimlich eingefädelt

Am Abend bei Bingo informierte Heide Spranz, dass für den nächsten Tag überraschend eine weitere Ausflugsfahrt eingeplant wurde. Das Fahrziel wurde geheim gehalten und alle waren gespannt, was da kommt. Die Fahrt führte Richtung Freiburg – nach Günterstal zum Kloster St. Lioba im Haus St. Benedikt. Und siehe da: Dort erwartete der frühere Pfarrer der Seelsorgeeinheit Schwetzingen/Oftersheim/Plankstadt, Wolfgang Gaber bereits vor der Klosterpforte. Spranz und Gaber hatten heimlich dieses Treffen vereinbart, die Freude darüber war bei den Reiseteilnehmern riesengroß. Pfarrer Gaber bewirtete seine Gäste mit Kaffee und Kuchen, erzählte dabei über sein bisheriges Leben im Schwarzwald und in Schwetzingen und – wie man ihn kennt – sorgte er mit einem gemeinsamen Lied für beste Stimmung. Anschließend führte er die Gruppe durch den wunderschön blühenden Klostergarten zum Kräutergarten und dann in die Klosterkirche, die Sakristei und die anschließenden Räume. Im Musikzimmer ließ er es sich nicht nehmen, für „seine Schwetzinger“ ein kleines Klavierkonzert zu geben. Dann gesellte sich eine Schwester zur Gruppe und erzählte, wie sie den Kräutergarten angelegt hat und auch noch in ihrem hohen Alter mit Hilfe eines Gärtners noch pflegt. Auch der Vesper mit den Ordensschwestern durften die Besucher aus der Kurpfalz beiwohnen. Mit so vielen Eindrücken und einem erlebnisreichen Nachmittag nahm dann die Gruppe Abschied.

Regenschauer bei Feuerwerk

Am nächsten Tag war wieder ein Ausflug geplant, dieser führte ins Glottertal über den Feldberg bis zum Tittisee. Am See wurde eine Kaffeepause eingelegt. Und dann war schon Wochenende – ein besonderes in Bad Krozingen, denn der Kurpark verwandelte sich in ein schimmerndes Lichtermeer. Zum Lichterfest bekam die Reisegruppe Besuch aus Schwetzingen, die zweite Vorsitzende der Awo, Sigrid Schmich, machte mit ihrem Mann einen Abstecher in Krozingen. Der Samstag fand im Kurpark statt, dort wurde bei viel Musik und Unterhaltung, Essen und Trinken das schöne Wetter genossen. Tags drauf erlebte das Fest mit einem Feuerwerk seine Krönung, allerdings begleitet von kurzen Regenschauern. Die Gruppe verfolgte von der Dachterrasse im Hotel das Spektakel.

Der letzte Ausflug ging nach Colmar. Dort fuhr die Reisegruppe dann mit der Touristenbahn durch die engen Gassen und konnte den Ortskern kennenlernen.

Ein Besuch der Therme war eine willkommene Abwechslung bei dem heißen Wetter. Mit Wassergymnastik und im Spaßbecken wurde der Hitze getrotzt.

Zum Abschluss wurden bei einem Wunschgetränk die Bilder der zurückliegenden zehn Tage gezeigt und ein paar Lieder gesungen. Ein letztes Frühstück bei Sonnenschein auf der Hotelterrasse – und dann hieß es ade Bad Krozingen. In Schwetzingen angekommen kehrte die Gruppe noch zum Mittagessen beim Chinesen am Stadion ein und nahm dann wehmütig Abschied. zg

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