Schwetzingen

Winter in Schwetzingen Heidelberger Theater bringt deutsche Barockstücke in die Spargelstadt

Unbekannte Schätze erklingen

Archivartikel

Das Programm des Barockfests „Winter in Schwetzingen“ widmet sich in der Spielzeit 2020 und 2021 unbekannten Schätzen der deutschen Barockmusik: Damit wird die neue programmatische Linie weiter fortgeführt, die im vergangenen Jahr mit sehr guter Resonanz eine Neuausrichtung vom italienischen zum deutschen Barock-Repertoire erfuhr. Das schreibt das veranstaltende Theater und Orchester Heidelberg in einer Pressemitteilung.

Intendant Holger Schultze sowie die Künstlerische Leitung des Festivals Ulrike Schumann und Thomas Böckstiegel veröffentlichten das Programm, das sich Zuschauer vom Freitag, 27. November, bis Freitag, 29. Januar, ansehen können.

Berührende Hochzeitskantate

Im Zentrum des Programms steht die szenische Produktion „Was frag ich nach der Welt!“, ein Barock-Musiktheater, das auf verschiedenen sakralen Kantaten und Madrigalen des Barock basiert, darunter die Hochzeitskantate „Meine Freundin, du bist schön“ von Johann Christoph Bach, die zu den berührendsten Werken dieser Epoche zählt. Die musikalische Leitung übernimmt der auf barocke Aufführungspraxis spezialisierte Dirigent Clemens Flick, Regie führt Claudia Isabel Martin. Die Premiere ist am Freitag, 27. November.

Clemens Flick ist außerdem die Wiederentdeckung des Komponisten David Pohle zu verdanken, dessen Liebesgesänge für zwei Countertenöre vom Berliner Ensemble Barokkultuhrwerk seit 370 Jahren zum ersten Mal wieder zur Aufführung kommen: „Fliegt, ihr, meine Seufzer“ am Samstag, 16. Januar. Außerdem stehen noch weitere Konzerte im Programm, so kehrt der international gefeierte Countertenor Philipp Mathmann zurück nach Schwetzingen und ist zusammen mit dem Ensemble I Porporini am Samstag, 19. Dezember, mit Musik unter anderem von Georg Friedrich Händel zu hören. Unter dem Titel „Castrato Wars“ wird die historische Konkurrenz unter Starkastraten auf musikalische Weise thematisiert.

Als Stammgast beim „Winter in Schwetzingen“ bringt die Lautten Compagney Berlin diesmal Musik von Johann Philipp Krieger aus dem deutschen Frühbarock nach Schwetzingen, am Samstag, 9. Januar, wird das Ensemble um Lauteist Wolfgang Katschner im Konzert „Lieben und geliebet werden“ zu hören sein. Seit zehn Jahren hat sich das „Weihnachtskonzert“ mit dem Heidelberger Barock Orchester unter der Leitung von Thierry Stöckel fest im Programm etabliert. Beim „Weihnachtskonzert“ am Dienstag, 22., und Mittwoch, 23. Dezember, werden Werke von Antonio Vivaldi zu hören sein. Auch das Konzert des Bachchors Heidelberg zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Heidelberg ist diesmal mit Musik von Michael Praetorius unter dem Titel „Adventus 1618. Historische Vesper zum Christfest“ am Sonntag, 13. Dezember, in der Heidelberger Peterskirche dabei.

Beim barocken Familienkonzert wird sich das Ensemble Marsyas Baroque der Figur des Don Quichotte widmen. Die vier jungen Musikerinnen des Ensembles werden anhand von Georg Philipp Telemanns Serenata „Don Quichotte auf der Hochzeit des Comacho“ unter anderem den Kampf mit der Windmühle musikalisch veranschaulichen. Ihr Programm „Von Rittern und Windmühlen“ am Sonntag, 24. Januar, bietet bereits für Zuhörer ab fünf Jahren einen Zugang zur Barockmusik. zg

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