Schwetzingen

Fleißige Bienen Imkerin Alexandra Großhans präsentiert ihre erste Ernte / Gläser gibt’s ab sofort im Schloss-Shop zu kaufen

„Unser Honig bündelt die ganze Blütenpracht des Gartens“

Archivartikel

Leuchtend gelb kommt er daher, der erste Honig aus dem Schlossgarten, der nun im Schloss-Shop zu haben ist. 100 Gläser hat Imkerin und Schlossgartenführerin Alexandra Großhans dafür abgefüllt. Nachschub ist vorhanden und wird auf Nachfrage geliefert. Für den Inhalt haben sieben Bienenvölker gesorgt, die Großhans im Frühling vergangenen Jahres im Schossgarten angesiedelt hat (wir berichteten).

„In einem Glas findet sich die ganze Mischung des Schlossgartens“, erklärt die Imkerin. Die Flugrouten ihrer Tiere hat sie genau beobachtet. „Die meisten Bienen fliegen tatsächlich in Richtung Schlossgarten.“ Dort haben sie sich an der Blüte der Kirsch- und Apfelbäume gelabt und auch die Akazienblüte genossen.

Paradies für Bienen

„Die Staatlichen Schlösser tragen zum Erhalt der Honigbienen bei“, erklärt Großhans. Und profitieren gleichzeitig davon: „Die Gärten blühen noch schöner als sonst“, sagt die Schlossgartenführerin und weist auf die Bestäubung durch die Bienen hin. Der Vorteil des Schlossgartens: Es wird nicht gespritzt und es gibt keine Pestizide. Zusätzlich haben Gärtner am Schlossgarten drei Bienenwiesen angelegt. Dank einer Saatmischung wachsen Blumen, die Honig- und Wildbienen, aber auch wilde Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten lieben. Gemäht wird dort während der Blüte nicht.

Der Honig, der den Namen „Landesgold – Schwetzinger Schlosshonig“ trägt, reiht sich nun in die Honig-Edition der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württembergs ein und ergänzt das Themenjahr „Von Tisch und Tafel“, das Essen und Trinken in den Fokus stellt. Viele der Nahrungsmittel, die heute alltäglich sind, waren im 17. und 18. Jahrhundert noch luxuriöse Exoten. An den Höfen aber gab es sie bereits. Zitrusfrüchte, Granatäpfel und Ananas wuchsen in Kübeln und überwinterten in den Orangerien. Kaffeebäume gediehen in Schwetzingen so gut, dass mit der Ernte der komplette Bedarf des Hofes gedeckt wurde. Auch der Honig war dabei sehr wichtig: Bis in das 18. Jahrhundert war er das einzige Süßungsmittel – bis die Zuckerrübe aufkam.

Erhältlich ist der Honig ab sofort im Schloss-Shop. 250 Gramm kosten 4,90 Euro, 500 Gramm gibt es für 7,90 Euro. Erste Gläser sind bereits ins Ausland verkauft, nach Russland und in die Türkei, berichtet Großhans.

Wer einen Blick auf die Bienenvölker werfen mag: Während der Führung „Das süße Gold“ ist das möglich und zwar am Samstag, 4. August, um 16 Uhr. Auf Anfrage bietet Großhans außerdem Führungen für Gruppen an, aber nur noch in diesem Monat. cat

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