Schwetzingen

Arbeitskreis 60plus Rente, Fleischindustrie und Kandidatur

Unterstützungfür Yildirim

Archivartikel

Die SPD-Senioren trafen sich wieder mal real. „Bei uns ist das digitale Treffen über Handy oder Computer manchmal zu kompliziert“, bedauert Sprecher Walter Manske. In der Diskussion lobte man das neue Gesetz zur Grundrente. „Wer 33 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, hat künftig Anspruch auf die Grundrente, wenn ansonsten die Rente zu niedrig wäre“, betonte Manske. Auch Jahre, in denen die eigenen Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt wurden, würden berücksichtigt. Dadurch entstehe mehr Gerechtigkeit. Ebenfalls wurde das wichtige Konjunkturpaket von Finanzminister Olaf Scholz hervorgehoben. Es helfe denen, die von der Krise besonders betroffen seien und gebe der Wirtschaft einen Schub.

Arbeits- und Wohnverhältnisse in der Fleischindustrie wie in Gütersloh lehnt die AG 60plus rigoros ab. Die AG spricht sich für bessere Kontrollmöglichkeiten in der Fleischindustrie aus. Wolfgang Netzer bezeichnete die Praxis, Mitarbeiter über Subunternehmer zu beschäftigen, als „organisierte Verantwortungslosigkeit“. Werkverträge in der Fleischindustrie müsse man schnell verbieten. Das Engagement von Sigmar Gabriel für Tönnies sei „extrem unnötig und parteischädigend“.

Neza Yildirim nutzte die Einladung dazu, für ihre erneute Kandidatur für den Bundestag zu werben. „Es ist Zeit, wieder in die Normalität vor Corona zurückzukehren“, begann Yildirim ihr Statement. Als Sozialdemokratin und Mutter zweier Kinder im Schulalter wünscht sie sich aber, dass nicht alles im „alten Trott“ weitergeht. „Viele Familien sind mit ihren Kindern am Rande der Belastung und erhalten vom Land kaum Unterstützung“. Ein Zurück zur „alten Normalität“ bedeute, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander gehe. Die AG 60plus sagt ihr die volle Unterstützung zu. zg

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