Schwetzingen

Heidelberger Kopfklinik Schwetzinger Künstlerin Annegret Feldmann-Ihrig stellt noch bis zum 21. September aus

Verborgene Schätze heben

Die Schwetzinger Künstlerin Annegret Feldmann-Ihrig arbeitet als Psychologin und Musiktherapeutin in Weinheim. In ihrer Freizeit wird sie aber zur leidenschaftlichen Musikerin, seit über 18 Jahren beim Heidelberger Jazzchor und in der Jazzformation „Jazz Pastry“ und begeisterten und einfühlsamen Künstlerin. In dieser Rolle stellt sie in ihrer Einzelausstellung „Geborgene Schätze Teil 2“ 20 Bilder im Foyer der Kopfklinik im Neuenheimer Feld in Heidelberg aus.

Diese Ausstellung ist für Annegret Feldmann-Ihrig, wie sie selbst sagt, „von ganz besonderer Bedeutung“. Vor 28 Jahren wachte sie hier nach einem schweren Fahrradunfall auf und kehrte ins Leben zurück – es war wie ein zweiter Geburtstag. Singen, aber vor allem Malen, waren die erste Ausdrucksmöglichkeiten, die sie hatte. Das Malen fing mit Lust und guter Laune an und dies ist bis heute in ihren Bildern zu sehen.

Meist arbeitet sie mit reduzierten, klaren Farben, unverkennbar sind es die Blau- und Grün-Töne, aber auch das leuchtende Gelb, das eine schon magische Ausstrahlung hat. In jedem Kunstwerk steckt für Annegret Feldmann-Ihrig – aber auch für den Betrachter ihrer Bilder – eine Mitteilung, mal offensichtlicher, mal verborgen in einer Schatztruhe. So verwundert es nicht, dass sie als Titel für die Ausstellung das Bild „Geborgene Schätze“ von 2015 genommen hat.

Diese Schatztruhe, verschlossen, aber bereits geborgen, steht nicht für Gold, Geld oder Perlen, sondern für den eigenen Erfahrungsschatz, der in einem verborgen, aber auch geborgen werden kann. Jeder für sich kann diese Schatztruhe aufmachen und entdecken, was in ihr steckt

Wahrnehmungen aus dem Alltag

Es sind Wahrnehmungen aus dem Alltag zwischenmenschlicher Kommunikation und Befindlichkeiten und deren Übersetzung in einfach strukturierte, bildliche Momentaufnahmen. Der einzelne Gegenstand steht für den Menschen und soll als Ganzes in seinem Umfeld gesehen werden. Jeder Betrachter verbindet etwas Eigenes damit und genau das ist es, was Annegret Feldmann-Ihrig ausdrücken möchte. Keine Interpretation ist falsch oder richtig, alles ist möglich, alles ist vorstellbar und immer wieder variabel und neu zu entdecken.

Ihre Themen sind meist persönliche, aktuelle Ereignisse, die sie in ihren Bildern verarbeitet. So auch die drei Bilder mit dem Titel „Mit Herz und Hirn I-III“, die extra für diese Ausstellung in der Kopfklinik gemalt wurden. Es ist das Hin und Her, das Zusammenspiel und das Klischee klarer, sachlicher Gedanken im Hirn mit Blau und dem gefühlvollen Herzen in Rot, mal gewinnt der eine, mal der andere.

Oder in dem Bild „Aurora“, ganz in Blau und Grün gehalten, verarbeitet sie ihr Mitwirken und Erleben der Ballettaufführung der kleinen Meerjungfrau im letzten Jahr im Schwetzinger Rokokotheater. Es ist ein Erwachen, Entfalten, ein Wachstum, ein Öffnen, vielleicht einer Schatztruhe, um alle Erfahrungen zu bergen und sie bei einer guten Gelegenheit zu öffnen.

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