Schwetzingen

Brief an Kultusministerin Alexander Mitsch setzt sich für regelmäßigeren Austausch ein

Videokonferenzen in Schulen

„Ich mache mir große Sorgen um die Qualität des Schulunterrichts in Baden-Württemberg zu Corona-Zeiten“, so Alexander Mitsch gegenüber der Redaktion. Deshalb habe er der baden-württembergischen Kultusministerin Susanne Eisenmann einen Brief geschickt. Darin fordert der Vorsitzende der Werte-Union regelmäßige Telefon- und Videokonferenzen zwischen Lehrern und Schülern. Ein ähnliches Schreiben ging, laut Mitsch, an die Bundesbildungsministerin. Er wolle – auch mit einer Veröffentlichung in dieser Zeitung – eine breitere Aufmerksamkeit auf das Thema lenken.

Im Brief an Susanne Eisenmann formuliert Mitsch: „Ich schreibe Ihnen als Vater von zwei schulpflichtigen Kindern und CDU-Mitglied, weil ich mir aktuell große Sorgen um die Qualität des Schulunterrichts mache. Aus eigener Erfahrung, aber auch aus Gesprächen mit Freunden und Bekannten, weiß ich, dass in vielen Schulen derzeit kein oder nur sehr wenig und unregelmäßig Unterricht per Video- oder Telefonkonferenz zwischen den Lehrern und den Schülern stattfindet. Meist beschränkt sich der Unterricht auf das Hin- und Hersenden von Aufgabenblättern. Ich bin aber überzeugt davon, dass gerade jüngere und nicht leistungsstarke Schüler unbedingt regelmäßigen Kontakt zu ihren Lehrern und Mitschülern und einen geregelten Unterricht, auch in Form fester Termine, brauchen.“

Tägliche Schaltungen

Weiter heißt es in dem Brief an die Kultusministerin: „Aufgrund der vorhandenen technischen Möglichkeiten ist es heute problemlos möglich, Telefon- und Videokonferenzen unkompliziert, kostenlos und qualitativ hochwertig durchzuführen. In sehr vielen Unternehmen und Lehreinrichtungen wird dies schon erfolgreich und standardisiert durchgeführt. Gerade in einem Bundesland wie Baden-Württemberg, das zurecht stolz ist auf sein Bildungsniveau und seine Technologieführerschaft, sollten regelmäßige Telefon- und Videokonferenzen zum Unterrichtsalltag in Corona-Zeiten gehören.

Ich möchte Sie daher herzlich bitten, seitens des von Ihnen verantworteten Kultusministeriums darauf hinzuwirken, dass die allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg zukünftig bis zur vollen Aufhebung der Unterrichtsbeschränkungen regelmäßig mindestens einmal täglich eine Telefon- oder besser noch Videokonferenz, für jede Klasse anbieten. Andernfalls ist zu befürchten, dass bei vielen Kindern das wichtige Gut der Schulbildung nicht in ausreichendem Maße ankommt.“ zg

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