Schwetzingen

Förderverein für Städtepartnerschaften Gabor Kollanyi nach 25 Jahren als Vorsitzender verabschiedet / Jochen Wiegand ist sein Nachfolger

Viel für die Völkerverständigung getan

Archivartikel

Beim Förderverein für Städtepartnerschaften ist eine Ära zu Ende gegangen: Der seit der Gründung 1993 amtierende Gabor Kollanyi hat den Vorsitz abgegeben und mit Jochen Wiegand einen Nachfolger gefunden. Der 57-Jährige wurde auf der Hauptversammlung am Dienstag einstimmig gewählt und will nun mit großer Motivation versuchen, in die gewiss nicht kleinen Fußstapfen seines Vorgängers zu treten.

Gabor Kollanyi dankten die Mitglieder im gut besuchten Saal des Gasthauses „Blaues Loch“ mit stehenden Ovationen für seine außergewöhnlich lange und engagierte Arbeit. „Wir sind schon traurig, dass du gehst“, meinte die zweite Vorsitzende Carola Czyzewski und würdigte die großen Verdienste Kollanyis um die Städtefreundschaften Schwetzingens. So ganz geht der scheidende Vorsitzende allerdings doch nicht: „Ich bleibe als normales Mitglied dabei“„, betonte er. Die Feierlichkeiten zum 25. Vereinsbestehen am Samstag, 30. Juni, bereitet er ebenfalls mit vor. Und als frisch gewählter Vorsitzender der IG Schwetzinger Vereine bleibt er ohnehin mittendrin im Geschehen.

Sein Rückblick zuvor beschränkte sich nicht nur auf den Bericht über das zurückliegende Vereinsjahr. Gabor Kollanyi schaute mit etwas Wehmut und Stolz auf das vergangene Vierteljahrhundert zurück: Es war eine tolle Zeit, in der wir unheimlich viel für die Völkerverständigung getan haben.“ Er erwähnte die zahlreichen Fahrten in die Partnerstädte, die Gegenbesuche, den Schüleraustausch, die Spendentransporte und die Aktionen des Fördervereins: „Wir haben bei vielen Straßenfesten den Verein bekannt und beliebt gemacht.“

Kontakte gut funktioniert

Ganz wichtige Punkte seien die Personen gewesen, mit denen er in Schwetzingen zusammengearbeitet habe: „Ob Stadtverwaltung, Vereine, Schulen oder einfach die Bürger der Stadt. Diese Kontakte waren sehr wichtig, und haben immer gut funktioniert. Das gilt natürlich auch für die Partnerstädte. Ich habe mich immer sehr pro europäisch gefühlt und gedacht. Gerade zurzeit ist es nicht zu unterschätzen“, betonte Gabor Kollanyi.

Sein besonderer Dank galt den Mitgliedern und dem Vorstand, ganz besonders der zweiten Vorsitzenden Carola Czyzewski und dem Ehepaar Traudel und Wolfgang Böttcher für die jahrzehntelange Unterstützung. Traudel Böttcher wurde zudem nach 14 Jahren als Schriftführerin aus dem Vorstand verabschiedet. Auch für sie wurde mit Ernst Klopfer ein Nachfolger gefunden.

Dass der Förderverein finanziell solide dasteht, war dem Kassenbericht von Gyöngyi Knupfer zu entnehmen. Kassenprüfer und Landtagsabgeordneter Manfred Kern hob besonders das „erneut starke ehrenamtliche Engagement“ der Mitglieder hervor. Für die Zukunft sieht Gabor Kollanyi den Verein gut aufgestellt, auch wenn er sich noch mehr Mitglieder wünscht. Die neuen Partnerschaften mit Schrobenhausen und Karlshuld-Neuschwetzingen sieht er positiv: „Das ist ein sehr herzliches Verhältnis, das passt einfach zusammen.“

Junge Menschen begeistern

Diese Kontakte – mit dann insgesamt sieben Partnerstädten – weiter zu pflegen und zu intensivieren ist jetzt die Aufgabe von Jochen Wiegand, worauf er sich sehr freut. Der seit drei Jahren in Schwetzingen lebende Diplomkaufmann hat seine Wurzeln eigentlich in Eppelheim und bringt vielfältige Erfahrung aus ehrenamtlicher Arbeit mit, sei es politischer oder sozialer Art oder als Förderer und Organisator internationaler Studentenbeziehungen. „Wenn man etwas bewegen oder verändern will, muss man etwas tun“, das sei schon immer sein Credo gewesen. Im Förderverein treffe er auf ein engagiertes, funktionierendes Vorstandsteam. Sein Ziel sei es aber auch, weitere Menschen für die Mitarbeiter zu begeistern – vor allem auch jüngere.

Die erste Gelegenheit, mit dem neuen Vorsitzenden ins Gespräch zu kommen, gibt es beim nächsten Fördervereins-Stammtisch am Dienstag, 10. April, 19 Uhr, im „Blauen Loch“. ali

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