Schwetzingen

Nachruf Jürgen Teuschel war einer der stillen fleißigen Helfer

Viel zu früh gestorben . . .

SCHWETZINGEN/Ketsch/Plankstadt.Die Familie, Motorräder und die Musik – das waren die zentralen Dinge in Jürgen Teuschels Leben. Im Alter von 70 Jahren ist der „Helfer in allen Lebenslagen“ am vergangenen Samstag unerwartet gestorben. Er hinterlässt seine Frau und zwei Töchter. Geboren am 29. Februar im Schaltjahr, ging er oft scherzhaft mit seinem Alter um, zählte nur die real gefeierten Geburtstage. Die ruhige, menschliche, akribische Art des gelernten Druckers zeichneten ihn aus.

Nach seiner Tätigkeit bei unserer Schwestergesellschaft „City-Druck“ arbeitet er für Sanitär Müller. „Unser Jürgen“, so nennen ihn die Mitglieder der Vereine Stadtkapelle Schwetzingen und Motorsportclub Ketsch. In beiden war er Jahrzehnte engagiert. „Jürgen Teuschel war immer zur Stelle, wenn Not am Mann war, half, wo er gebraucht wurde, war für alle und jeden da“, sagt Hans Treiber, Ehrenvorsitzender des Musikvereins. Teuschel war dort seit 60 Jahren Mitglied, kam als zehnjähriger Klarinettist dazu.

In der Musikstube im Bassermannhaus kümmerte er sich um die Noten, kopierte, sortierte und bestückte die Mappen für die Instrumentalisten. Im Vorstand war er als Schriftführer und Pressewart aktiv. Eine Herzensangelegenheit war ihm die Aktion „Biker machen Musik“, fuhr deutschlandweit zu den Treffen und berichtete in der SZ darüber. Alle Ehrungen, die man seitens des Vereins und des Verbands erhalten kann, hatte Teuschel.

Schon in der Lehrzeit fuhr Teuschel Moped, wie er es nannte. 1976 wurde er Mitglied im Motorsportclub Ketsch, wo er rasch als „Arbeitstier“ in vielfältiger Weise unterwegs war, wie der Vorsitzende Reiner Kurtz bestätigt. Er agierte als Sportleiter, Pressewart und Schriftführer. Mit der ihm eigenen Freude und Sorgfalt begrüßte er jeden Fahrer beim legendären Oldtimertreffen am 1. Mai mit Handschlag. zesa

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