Schwetzingen

Viele rote Münzen

Es sind noch drei Minuten, bis die S-Bahn am Bahnhof in Schwetzingen einfährt. Schnell tippe ich als Ziel Neulußheim ein, ärgere mich über den teuren Fahrpreis von 4,10 Euro und schiebe meinen letzten Zehner in den Fahrkartenautomat. Ich schaue hektisch auf die Uhr, als das Ticket in den Ausgabeschlitz fällt – eine Minute habe ich noch.

Das mechanische Klackern im Inneren des Automaten sagt mir: Jetzt kommt das Wechselgeld, 5,90 Euro müssen es sein. Als die ersten Münzen in das Fach fallen, höre ich die S-Bahn einfahren – ausgerechnet jetzt ist sie überpünktlich. Der Automat hat es aber nicht eilig, mir mein Wechselgeld zu geben.

Er lässt sich Zeit, das Klirren der einfallenden Münzen findet kein Ende. Erst als das Warnsignal der sich schließenden S-Bahn-Türen die Abfahrt ankündigt, kann ich mir eine ganze Handvoll Kleingeld aus dem Automaten schnappen und bin der Frau, die mir die Tür aufhält, sehr dankbar. Insgesamt 14 Münzen zähle ich im Zug – darunter acht rote 5-Cent-Stücke.

Am nächsten Morgen ist mein Auto immer noch in der Werkstatt, die Reparatur dauert noch ein bisschen, heißt es am Telefon. Aber das ärgert mich nicht. So habe ich die Möglichkeit, es der Bahn Münze für Münze zurückzuzahlen.

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