Schwetzingen

Vom Aufstieg bis zur Schiene

Seit Jahren jagt in Schwetzingen ein großes Jubiläum das nächste: Man denke nur an 1250 Jahre Schwetzingen, 350 Jahre Spargelanbau und diesmal 50 Jahre Jumelage mit Lunéville. Beim Durchstöbern von alten Unterlagen zu diesem Thema sind mir noch zufällig ein paar interessante runde Jahrestage in die Hände gefallen, an die sich bestimmt noch viele Leser erinnern werden. So wurde vor genau 25 Jahren das Bassermann-Vereinshaus eingeweiht und die Handballer des TV 1864 – damals noch nicht als HG – stiegen in die 2. Liga auf. 1979 – also vor 40 Jahren – wurden die letzten Straßenbahngleise in der Stadt entfernt und die Schwanen-Brauerei, die dort stand, wo heute der neue Messplatz ist, stellte endgültig ihren Betrieb ein.

Vor 50 Jahren wurde nicht nur die Jumelage mit Lunéville beschlossen, sondern auch der St.-Pankratius-Kindergarten in der Stadtmitte eingeweiht und das „städtische Stadion an der Ketscher Landstraße“ in Betrieb genommen. Es heißt ja auch heute noch immer so, bislang hat es – trotz einiger Erinnerungen unserer Zeitung – noch kein Namensvorschlag zur Abstimmung in den Gemeinderat geschafft.

Aber immerhin steht das Stadion noch, während das vor genau 60 Jahren an den Kleinen Planken bezogene Verwaltungsgebäude der Sparkasse schon wieder durch einen Neubau ersetzt wurde. 1959 wurde übrigens die Müllabfuhr in Schwetzingen eingeführt, die gibt’s – Gott sei Dank – heute auch noch. Das gilt insbesondere auch für die Volkshochschule, die vor 70 Jahren eröffnet wurde. Dagegen existiert die ebenfalls 1949 eröffnete Zigarettenfabrik Atos in der Scheffelstraße schon lange nicht mehr. Die Firmengebäude stehen noch, dort ist unter anderem die Tanzschule Kiefer untergebracht.

Und ihren 80. Geburtstag kann in diesem Jahr die Kurfürstenstube am Schlosseingang feiern, die 1939 erstmals ihre Pforten öffnete.

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