Schwetzingen

Ehrhart-Schott-Schule Mitarbeiter des Automobilgiganten kommen zur Fortbildung

Vom Daimler in die Lernfabrik 4.0

Mit der Einrichtung von Lernfabriken werden die Voraussetzungen geschaffen, um den Fachkräftenachwuchs praxisnah aus- und weiterzubilden und so auf den bevorstehenden Wandel vorzubereiten. Auch sollen Firmen aus der Wirtschaft die Möglichkeit haben, die Lernfabrik 4.0 als Demonstrations- und Weiterbildungszentrum zu nutzen.

Diese Möglichkeit wurde jüngst von der Daimler AG aus Untertürkheim wahrgenommen. Anfang September fand eine zweitägige Weiterbildung in den Räumlichkeiten der Lernfabrik 4.0 an der Schott-Schule statt. Durchgeführt wurde diese von Fachlehrer Markus Bürger von der ESS in Kooperation mit der Firm ETS Didactic aus dem Altmühltal.

Für das Verständnis modernster Technologien ist eine entsprechende fachliche Basis Grundvoraussetzung. Demzufolge wurde als erstes auf die grundlegenden Inhalte zur Getriebe- und Wälzlagertechnik näher eingegangen, bevor im Anschluss die Anwendung in Form von Montagetechniken und digitalen Unterstützungssystemen im Vordergrund stand. Ebenso konnten sich die Teilnehmer bei der Weiterbildung Wissen im Bereich Wartungs- und Instandhaltungstechniken der Wälzlagertechnik aneignen.

Eine Brille für den Durchblick

Fasziniert waren die Teilnehmer als sie erfuhren, wie der Einsatz der Augmented-Reality Brille ihr Arbeiten verändern kann. Sie erfuhren, wie diese als Anweisungsgeber für die Getriebemontage herangezogen werden kann. Dies wird ermöglicht, indem der Monteur hierbei eine Brille trägt, die mit einem winzigen Monitor im oberen Sichtbereich der Gläser ausgestattet ist. Sensoren an der Brille erkennen einen QR-Code am Montageplatz und projizieren dadurch die Montageschritte mit dreidimensionalen Bauteilen aus einem CAD-System auf den Monitor. Um das Produkt erfolgreich zu montieren, muss der Monteur, die auf dem Monitor abgebildeten Schritte nachkonstruieren.

Kritisch beleuchtet wurden an den beiden Fortbildungstagen natürlich auch die positiven und negativen Aspekte, die die Digitalisierung und deren Unterstützungssysteme in Zukunft für Unternehmen, Mitarbeiter und den Arbeitsmarkt mit sich bringen. Fragen zu den Herausforderungen und Chancen wurden gestellt und von den Teilnehmenden angeregt diskutiert. Einig war man sich, dass die Technologien Raum für alle Mitarbeiter bieten, unabhängig ihrer beruflichen Qualifikation.

Die Lernfabrik 4.0 des Rhein-Neckar-Kreises in Schwetzingen freut sich jetzt schon auf die Planung weiterer Weiterbildungs- und Schulungsveranstaltungen in einer der Lernfabrikräumlichkeiten. zg

Info: Nähere Informationen und Kontakte gibt’s im Internet unter lernfabrik.rhein-neckar-kreis.de

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