Schwetzingen

Stadtbibliothek Veranstaltungshöhepunkte in der kühleren Jahreszeit / Leseabende, Vorträge und eine Kabarett mit Arnim Töpel / Bastelspaß für Kinder

Vom ökologischen Auge bis zum „Günda“

Die Schwetzinger Stadtbibliothek bietet mehr als nur Bücher und andere Medien zum Ausleihen. Jedes Jahr stehen eine Reihe von Veranstaltungen für die ganze Familie im Kalender von Katja Breitenbücher und ihrem Team. So durften sich die Zweitklässler der Grundschulen schon über tolle Lesungen mit Autor Oliver Scherz freuen, der aus seinem Werk „Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika“ las.

Scherz hat mit der Geburt seiner Tochter das Schreiben für sich entdeckt und entwickelt dabei einen fantasievollen Blick auf die Dinge – eben so, wie ihn Kinder haben. Was tun, wenn spätabends ein Elefant ans Fenster klopft? Wenn dieser Elefant aus dem Zoo ausgebrochen ist, um seine Großfamilie in Afrika zu besuchen? Und wenn er gar nicht weiß, wo Afrika überhaupt liegt? Diese und mehr Fragen beantwortete er in seinen launigen Lesungen.

Unterhaltsam und kreativ zugleich sind die beliebten Bastelstunden in der Bibliothek. Diese werden an den Mittwochen 17. Oktober, 28. November, 19. Dezember, angeboten, jeweils von 16 bis 17.30 Uhr. Kinder ab fünf Jahren basteln mit Jessika und Oliver Hönig passend zu den Jahreszeiten. Es fallen dafür Materialkosten in Höhe von 3 Euro an. Anmeldungen sind immer dienstags eine Woche vorher erforderlich, für den ersten Termin also heute.

Barbara Hennl-Goll und Mitarbeiterinnen der Bücherinsel stellen am Mittwoch, 17. Oktober, um 19.30 Uhr innerhalb des „Herbstleseabends“ die Neuerscheinungen des Herbstes vor. Der Eintritt von 12 Euro beinhaltet Fingerfood und Wein. Eintrittskarten sind in den Bücherinseln Schwetzingen oder Brühl erhältlich.

Vortrag von Sybille Heidenreich

Ein Vortrag von Sybille Heidenreich trägt den Titel „Das ökologische Auge – Landschaftsmalerei im Spiegel nachhaltiger Entwicklung“ und ist am Mittwoch, 14. Oktober, um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek zu erleben. Die industrielle Eroberung der Natur wird dabei begleitet durch Bilder, die Landschaften als Refugien der Schönheit und Sinnstiftung zeigen. Die Landschaftsmalerei verdeutlicht aber auch, wie Ansichten der Natur sich wandeln und früh Anzeichen zerstörerischer Entwicklungen erkennen lassen. Die Einführung hält in diesem Fall der Schwetzinger Kunst-Professor Josef Walch. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Künstlerinitiative Schwetzingen, der Buchhandlung Kieser und der Stadtbibliothek. Der Eintritt ist frei.

Eine Kleinkunstmatinee mit dem selbst ernannten Bluesdenker Arnim Töpel gibt es am Sonntag, 25. November, von 11 bis 14 Uhr in der Stadtbibliothek zu erleben. Kooperationspartner ist die Bücherinsel. „Verblendung, Versuchung, Verschwörung – das war gestern. Die Zeit ist reif für: Fagrumbelung – der vierte Fall für Kommissar Günda, de Tschief vun doo“, heißt es dazu in der Vorankündigung. Dasist auch das Highlight der KKK-Reihe – Kulinarisches und Kleinkunst. Arnim Töpel bringt sein Piano mit und liest aus seinem neuen Mundart-Krimi: Denn in Glickerbach plant man das 1200. Jubiläum und auf dem Heidelberger Königstuhl endet der Sturz eines Mountainbikers tödlich. Gibt es da einen Zusammenhang? Alles sieht nach einem Unfall aus, nur Kommissar Günda, de Tschief, hat Zweifel und schickt seinen hochdeutschen Assistenten zu Feräänaa Weipert und ihren Mitwalkerinnen, die den Toten beim Frühsport entdecken mussten.

Zwischen Hochdeutsch und Dialekt

Fritjof Freese versteht wieder einmal herzlich wenig vom Kurpfälzer Dialekt und zweifelt überhaupt an der „Intuizioon“ seines Chefs. Denn der sitzt derweil lieber auf dem Malscher Letzenberg: Bissl sinniere. Die Programme des Bluesdenkers und Philosophen unter den Kabarettisten sind Liebeserklärungen an die Sprache. Er springt atemberaubend zwischen Hochdeutsch und Dialekt, spielt mit der Musikalität, mit seinem unnachahmlichen Kurpfälzer Groove. Denn zwei Seelen wohnen in Töpels Brust, die eine feinsinnig und intellektuell, die andere ehrlich und direkt als „de Günda“ Der Eintritt beträgt 18 Euro – inklusive Essen und Getränken.zg

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