Schwetzingen

Hilda-Café Die Frauenfiguren in den Märchen der Gebrüder Grimm

Von der klugen Gretel

Beim Hilda-Café des Diakonievereins standen Märchen auf dem Programm. Ulrich Kirchner begrüßte im Saal des Hebelhauses rund 30 Senioren, die in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen zwei kurzweilige Stunden genießen durften. Das vor einem Jahr ins Leben gerufene Hilda-Café findet immer donnerstags ab 15 Uhr statt. Dieses Mal war Johanna Senn-Dietrich zu Gast. Die frühere heilpädagogische Lehrerin hatte zur Märchenstunde ein ganz besonderes Instrument mitgebracht. Die sogenannte Veeh-Harfe, entwickelt von einem Landwirt für seinen Sohn, der mit Down-Syndrom auf die Welt kam, kann als Saitenzupfinstrument ohne Notenkenntnisse gespielt werden.

Johanna Senn-Dietrich umrahmte ihre Vorträge mit Stücken von Händel und Mozart. Das bekannte Weihnachtslied „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ wurde kräftig mitgesungen. Dann lauschten die Gäste den Märchen. Die jungen Männer hatten viele ihrer gesammelten Geschichten Anfang des 19. Jahrhunderts von der hessischen Gastwirtstochter Dorothea Viehmann erzählt bekommen. Frauenfiguren haben in den Hausmärchen der Brüder Wilhelm und Jacob Grimm immer eine große Rolle gespielt, als Prinzessinnen oder Hexen, Schneewittchen, Rotkäppchen oder Dornröschen.

„Die kluge Bauerntochter“ erzählt von einem Mädchen, das den König von seiner Klugheit überzeugt, indem es eine vermeintlich unlösbare Aufgabe bewältigt. „Das kluge Gretel“ erzählt von einer ess- und trinklustigen Köchin, die sich zwei gebratene Hühner einverleibt. „Frau Holle“ dreht sich um eine Witwe, die eine hässliche, faule Tochter und eine schöne, fleißige Stieftochter hat. vw

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional