Schwetzingen

Geschäftsleben Bei den Schwetzinger Weinfestspielen scharen Tischmachers wieder 16 bekannte Winzer um ihre Probierstube

Von der Nahe, 13 Jahre alt und edelsüß

Klar, dass ich eigentlich auch auf die trockenen Weißweine stehe. Aber was ich da gestern Abend bei den Weinfestspielen bei der Firma Tischmacher im Glas hatte, war ein echtes Geschmackserlebnis. Schon Riesling Kabinett und Riesling Spätlese der Linie „Pittermännchen“, beide aus großer Lage gelesen, verdienten den Begriff „fruchtsüß“ und sorgten für einen ganzen Obstkorb im Mund. Aber als dann Sebastian Schäfer vom Familienweingut Schäfer in Burg Layen an der Nahe noch einen 2005er Riesling Auslese einschenkte, der mit seiner goldgelben Farbe und seinem vollen Aroma geradezu nach einem Mandelkuchen verlangte, war ich doch überrascht.

16 Weingüter aus der Pfalz, aus Baden, Rheinhessen, von der Nahe, aus dem Burgenland, aus Spanien und dem Piemont präsentieren ihre edlen Tropfen. Klar, dass aus der Pfalz die großen Namen Von Winning, Bassermann-Jordan, Philipp Kuhn und Knipser vor Ort sind, über deren Qualität es nie was zu meckern gibt (ich empfehle Kuhns Pinot Blanc „Kirschgarten“ und Von Winnings „Weißburgunder I“). Aber ein echtes Juwel ist auch der Pfarrwingert-Riesling vom Weingut Nauerth-Gnägy aus Schweigen-Rechtenbach. Und wer mal was Ungewöhnliches testen will, der sollte bei Paul Hobbs Station machen. Dort gibt es zwei armenische Rotweine. Schließlich soll hier die Wiege des Weinbaus liegen, wurden 6000 Jahre alte Lagerhöhlen entdeckt. Und die Rebsorte Areni erinnert ein wenig an Spätburgunder, hat aber tolle würzig-pfeffrige Noten.

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