Schwetzingen

Von Hesselbach bis Don Camillo

Was habe ich letzten Samstag gelacht. Da hat das Hessen-Fernsehen mal wieder eine Folge der Kultserie Familie Hesselbach wiederholt – schwarz-weiß und mit diesem wunderbaren Dialekt. Es ging um die allzu menschlichen Verwicklungen zwischen Chefs und Angestellten in einem Zeitungsverlag mit angeschlossener Druckerei. Und weil ich mich selbst noch an die Zeit von Bleisatz und Gerüchteküche beim Schwarzwälder Boten erinnern kann, bei dem ich einst mal den Beruf gelernt habe, fühlte ich mich in meine Berufsanfängerzeit zurückversetzt.

Überhaupt liebe ich ja alte Schinken, nicht immer zur Freude meiner Lebensgefährtin. Aber wenn Dick und Doof, Don Camillo und Peppone, Doris Day, Jerry Lewis oder die Balduin-Filme von Louis de Funes über die Mattscheibe flimmern, dann bin ich nicht von der Couch zu kriegen. Irgendwie hat das was Gemütliches und man fühlt sich zurückversetzt in eine etwas ruhigere und gemächlichere Welt.

Heute Abend werde ich mal das Programmheft für die Ostertage durchstöbern und mir meine Favoriten ankreuzen. Da darf es auch Heinz Rühmann oder Theo Lingen sein. Und wer weiß, vielleicht wird ja angesichts des schrecklichen Brandes in Paris auch mal wieder der Glöckner von Notre Dame gezeigt, am liebsten in der Verfilmung von 1956 mit Anthony Quinn als Quasimodo und Gina Lollobrigida in der Rolle der Esmeralda.

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