Schwetzingen

Menschen Einige Gäste feiern beim Empfang ihre ganz eigene Premiere / Städtepartnerschaften leben

Vorfreude aufs Spargeljahr

Der Neujahrsempfang ist immer ein geselliger Treffpunkt des Schwetzinger „Who is Who“, zu dem nicht nur die Führungskräfte aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Schulen oder Kirchen zählen, sondern auch die Vertreter der ehrenamtlichen Basis – jene Menschen, die sich in Vereinen, Organisationen, in der Kultur- und Denkmalpflege, bei der Inklusion in der Kommunalpolitik und Sozialarbeit engagieren. „Sie opfern dafür unzählige Stunden“, lobte Bürgermeister Matthias Steffan bei seiner Begrüßung,

Oder eben bei der Integrationsarbeit von Flüchtlingen, was Oberbürgermeister Dr. René Pöltl diesmal besonders hervorhob: „Ohne die vielen Menschen aus Schwetzingen und Umgebung, die sich in der Flüchtlingsarbeit ehrenamtlich engagierten würden, wäre der bisher erreichte Erfolg in der Integrationsarbeit undenkbar“, sagte Pöltl. Die ehrenamtlichen Helfer leisteten wirklich Großartiges und handelten im Interesse der Menschen: „Sie sind ein Garant für die Integration, die Qualifikation, Beschäftigung und Zukunftsorientierung der Flüchtlinge.“

Und der Neujahrsempfang bringt aber auch immer Neues mit sich. Weil er für einige Gäste eine Premiere bedeutet – entweder generell, wie für beispielsweise für den neuen Rektor der Fachhochschule für Rechtspflege, Frank Haarer. Oder erstmals in neuer Funktion wie für den Grünen-Bundestagsabgeordnete Dr. Danyal Bayaz und die am Vorabend frisch gewählte Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderats, Elfriede Fackel-Kretz-Keller. Und für den langjährigen Leiter der Schlossverwaltung, Andreas Falz, der seinen x-ten Neujahrsempfang erstmals als gut gelaunter Pensionär miterlebte. Ob sich daheim schon viel verändert habe, konnte Ehefrau Adelheid noch gar nicht bewerten: „Er ist ja erst seit ein paar Tagen Rentner.“

Andere wurden gestern Abend vermisst: etwa Aart Gisolf, Schwetzingens Jazz-Ikone, dessen Platz im Ensemble der Jazzinitiative leer blieb. Ein schmerzhafter Unfall hatte es nicht zugelassen, dass er als Saxofonist seinen Teil zum Neujahrsempfang beitragen konnte.

Partnerschaften funktionieren

Für wieder andere war es der letzte Neujahrsempfang in gewohnter Funktion – etwa für Gabor Kollanyi, der seit der Gründung des Fördervereins für Städtepartnerschaften vor 25 Jahren dessen Vorsitzender ist und der im Jubiläumsjahr 2018 diese Position abgeben wird. Und in diesem Bereich steht nicht nur dieser er 25. Vereinsgeburtstag an, sondern weitere Höhepunkte: Denn aus den mit Karlshuld-Neuschwetzingen und Schrobenhausen werden zwei neue Partnerstädte feierlich in den Kreis aufgenommen.

Und die seit sage und schreibe genau 65 Jahren bestehende Freundschaft mit Wachenheim wird vom Wein- und Spargelpaten-Status ebenfalls in eine Partnerschaft umgewandelt. Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel war gestern Abend extra nach Schwetzingen gekommen, um die Bedeutung dieser langen Beziehung zu unterstreichen. Überhaupt freute sich OB Pöltl, dass die Städtepartnerschaften so lebendig seien. „Ich kenne kaum Städte unserer Größenordnung, die einen so intensiven Austausch mit den Partnerstädten haben.“

Das wird in diesem Jahr bestimmt nicht weniger werden, wenn das Jubiläum „350 Jahre Spargelanbau“ mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen auf dem Programm steht. Da wird Spargelkönigin Janine I. besonders gefordert sein. Bammel hat sie aber überhaupt keinen davor, erzählte die 18-Jährige gestern Abend, sie ist ganz gespannt: „Besonders freue ich mich auf den Spargelsamstag.“ ali

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