Schwetzingen

„Go in“ Daniel Born und SPD-Stadträtinnen informieren sich über Wasserschaden und Jugendarbeit

Wände selbst gestalten

Archivartikel

„Es ist wirklich schön zu sehen, was für ein engagiertes Team hinter dem ,Go in‘ steht und wie viel Gestaltungsfreiheit die Jugendlichen in den Räumen haben“, erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Born, als er beim Rundgang durch die Räume des Jugendzentrums von den Plänen nach dem verheerenden Wasserschaden erfährt. Andrea Kroll, die auch Jugendreferentin der Stadt Schwetzingen ist, hält es für eine sinnvolle Maßnahme, den jungen Menschen Entscheidungsspielraum zu überlassen, heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

„Momentan können wir keine Jugendlichen in die Räume lassen, das wäre zu gefährlich. Der Wasserschaden hat uns in unserer Arbeit ein ganzes Stück zurückgeworfen, deshalb möchten wir jetzt die Chance nutzen und die Wünsche der jungen Leute in den Räumen umsetzen“, zeichnet Kroll auf. Dies zeigte sich dem Abgeordneten unter anderem in Form der frisch in Weiß gestrichenen Wände. Das Jugendzentrum möchte den Jugendlichen „als unbeschriebenes Blatt“ die Möglichkeit bieten, die Wände selbst zu gestalten.

In einem anschließenden Gespräch mit dem Abgeordneten wurde über die täglichen Herausforderungen gesprochen. Das Team des „Go in“ war dabei neben Kroll vertreten durch Joshua Baumgart, Jürgen Rasch, die FSJlerin Anna Janyska sowie den Praktikanten Artur Dirks. Innerhalb seiner Dialogtour wollte Born, der im Landtag unter anderem im Ausschuss für Bildung und Jugend sitzt, vor allem wissen, wie es derzeit in den Jugendzentren läuft. Außerdem mit vor Ort waren Kreisrätin Monika Maier-Kuhn und Stadträtin Sabine Rebmann.

„School’s out Party“ kommt an

Schwetzingen bietet neben dem „Go in“ auch mobile Jugendarbeit an. Das Team gibt den Jugendlichen die Möglichkeit, drinnen und draußen aktiv zu sein. Daneben kommt die direkte Sozialarbeit aber nicht zu kurz. Den Schülern aller Schularten und unterschiedlichen Klassen, die das Jugendzentrum besuchen, wird auch umfangreiche Unterstützung im privaten und schulischen Umfeld zuteil. Born interessierte sich vor allem für die aktuell geplanten Projekte und den persönlichen Einsatz der Jugendlichen. Dabei überzeugte ihn vor allem das Engagement im Achterrat. „Junge Leute sind mittendrin in den Themen der Zeit – sei es Klimaschutz oder sozialer Zusammenhalt. Der Vorstoß des letzten Achterrates zum Wahlrecht ab 14 Jahren, zeigt doch ganz klar, dass Jugendliche sich um ein Mitspracherecht bemühen und mitentscheiden möchten. Ich trete schon seit Jahren für eine Absenkung des Wahlalters ein“, so Born. Ganz besonders gefiel dem Landtagsabgeordneten die „School’s out Party“ im vergangenen Jahr.

Sabine Rebmann zeigt sich sehr erfreut, dass den Jugendlichen auch Koch-, Theater- und Kunstworkshops angeboten werden. „Damit wird Freizeitspaß gleich mit Wissenswertem und Nützlichem verknüpft“. Maier-Kuhn ist innerhalb des Wakife-Ferienprogramms selbst sehr aktiv in der Betreuung von Jugendlichen und lobt die abwechslungsreichen Freizeitangebote des „Go in“: „Es ist hervorragend zu wissen, dass die jungen Leute in ihrer Freizeit die Möglichkeit haben, sich kreativ, sportlich und individuell auszuleben.“

Neben den Angeboten durch die Mitarbeiter gelten aber auch im „Go in“ einige Regeln. „Das Jugendzentrum ist eine gewaltfreie Zone und in den Räumen herrscht Alkohol- und Rauchverbot“, erläutert Kroll. „Wir sind aber gerade noch dabei, an unserer Konzeption zu schreiben, um unser pädagogisches Leitbild festzuhalten.“ Born zieht ein positives Resümee: „Die Jugendarbeit ist komplett zu Unrecht das Stiefkind der Sozialarbeit. Hier vor Ort wird so wertvolle Arbeit geleistet für die jungen Leute und mit ihnen. Ich bin dankbar, dass wir einen so schönen Treffpunkt hier in Schwetzingen haben.“ zg

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional