Schwetzingen

Dreck-weg-Tag Groß angelegte Putzaktion an den Grenzen des Stadtgebiets / Jeder Helfer ist willkommen / Warnwesten tragen

Warum sich anpacken hier lohnt

Die Wetteraussichten sind ideal für diesen Frühjahrsputz: Sonnenschein mit ein paar Wölkchen und angenehme 15 Grad Celsius sind für Samstag, 16. März, gemeldet. „Wenn wir was vorhaben, wird’s schön“, sagt Nicole Blem und freut sich. Denn Regen und Wind können die emsige Mitarbeiterin des Generationenbüros der Stadt und die unermüdlichen ehreamtlichen Helfer beim zweiten großen Dreck-weg-Tag (wir berichteten mehrfach) nicht gebrauchen – dafür aber noch etliche fleißige Hände, wirbt die Organisatorin im Beisein von Oberbürgermeister Dr. René Pöltl sowie Roswitha Karner, Carol Eppinger und Conny Neuber von der Freiwilligenagentur für Unterstützung.

Lediglich zwei Stunden Einsatz für eine saubere Stadt, für ein sauberes Wohnumfeld, für eine saubere Umwelt – das sollte es doch jedem Bürger, der gesundheitlich in der Lage dazu ist, wert sei. Klar denken sich auch viele: Warum soll ich das aufheben, was andere wegwerfen? Das weiß auch Nicole Blem. Wenn jedoch jeder so denkt und handelt, kommt die Gesellschaft nicht weiter und Stadt wie Natur vermüllen. „Die Stadt geht alle Bürger an“, macht sie deutlich und vergleicht den öffentlichen Raum mit einem Strand am Meer: Wenn auch doch jeder Spaziergänger etwas Müll aufhebt, wird’s sauberer. So einfach ist das.

Es gibt Essen, Getränke und Preise

Kindergärten und Schulen sind schon diese Woche zugange und werden auch noch in den nächsten Wochen im Stadtgebiet unterwegs sein und „putzen“. Neben acht Kindergärten sind die Zeyher-, Hirschacker- und Nordstadtgrundschule mit von der Partie sowie vier weiterführende Einrichtungen: Schimper-, Comenius-, Kurt-Waibel-Schule sowie das Privatgymnasium. Hebel-Gymnasium, Carl-Theodor- und Ehrhart-Schott-Schule fehlen bislang auf den Listen. Die Freude bei den Organisatoren ist groß, dass sich Vereine, Parteien und auch Unternehmen wie Decathlon beteiligen. Das Ganze soll im doppelten Sinn nicht umsonst sein: Denn nicht nur das Stadtbild und die Umwelt profitieren, sondern auch die Sammler selbst. Neben einem gemeinsamen Abschluss mit Speisen und Getränken im Lutherhaus werden skurrile Funde ausgezeichnet. OB Pöltl berichtet von einem Wählscheibentelefon, das er bei der ersten großen Putzaktion fand, und einem Schlauchboot, das die Reservistenkameradschaft aus dem Gestrüpp gezogen hatte. „Wir freuen uns, wenn viele Fotos von lustigen Funden an diesem Tag auf unserer Facebook-Seite gepostet werden“, so Nicole Blem, die auch eine Liveübertragung in dem sozialen Netzwerk ankündigt. Eine Jury kürt die- oder denjenigen mit dem besten Fund zur „Müllkönigin“ beziehungsweise zum „Müllkönig“. Einen Preis gibt’s dafür auch. Und: Jeder, der nach der Sammelaktion noch ins Lutherhaus kommt, nimmt automatisch an einer Verlosung teil, bei der es Preise gibt, die mit Schwetzingen zu tun haben. So schließt sich wieder der Kreis – alles von und für die Stadt, in der wir leben. Übrigens: Die Freunde von der anderen Rheinseite in Speyer vermeldeten über 3000 Helfer bei ihrem Dreck-weg-Tag am vergangenen Wochenende. Eine solche Zahl würde die Schwetzinger Organisatoren natürlich freuen. Nicole Blem bittet jeden, der mit anpacken möchte, wenn möglich eigene Warnwesten mitzubringen und zu tragen. Denn auch bei einem solchen groß angelegtem Frühjahrsputz geht Sicherheit vor. kaba

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