Schwetzingen

Weg vom landläufigen Standard – hin zu mehr Qualität durch Mottospielareale

Archivartikel

„Wir sind froh, dass die Stadt auf unseren Antrag hin die aktuelle Spielplatzsituation im Stadtgebiet überprüft hat und unsere Vorschläge aus diesem Antrag in die mehrjährige Spielplatzkonzeption geflossen sind“, freut sich Stadträtin Sabine Rebmann in einer Stellungnahme.

Kinderspielplätze sind Orte des Erlebens und des Lernens, hier machen Kinder koordinative, fantasiefördernde und oftmals erste soziale Erfahrungen, die für die Entwicklung wichtig sind, heißt es darin weiter. Die SPD wollte mit ihrem Antrag weg vom landläufigen Spielplatz-Standard-Dreiklang von Schaukel, Sand und Metallrutsche, der auch zuhauf in Schwetzinger zu finden ist und nicht unbedingt den Erfordernissen und Qualitätsansprüchen von Familien und Kindern genügt.

„Wir haben bewusst Mottospielplätze, eine Beteiligung von Kindern an der Entwicklung neuer Spielplätze und ein festes Investitionsbudget für die nächsten fünf Jahre im Antrag formuliert“, so Fraktionssprecher Robin Pitsch, „und all diese Aspekte wurden durch die Stadt berücksichtigt. Gut finden wir, dass wohl auch die anderen Fraktionen diesen Vorstoß in der kommunalen Familienpolitik unterstützen und auch die Stadtverwaltung sofort diese Anregung produktiv aufgegriffen haben, trotz des aktuellen Wahlkampfes.“

„Es ist für junge Familien wichtig, dass die Spielplätze attraktiv sind, damit die Kinder einen ersten Erfahrungsraum in Sachen Bewegung aber auch für soziale und vielleicht sogar freundschaftliche Kontakte bekommen“, äußert sich SPD-Kandidatin Anna Abraham.

Einer der Spielplätze, die vom neuen Programm profitieren könnten, ist zum Beispiel jener am Ostpreußenring. „Dieser war bei seiner Entstehung in den 1970er ein toller Spielplatz, teilweise sogar mit Wassererlebniselementen“, weiß Sabine Englert von ihrem Mann, der dort aufgewachsen ist. „Gerade für die Nordstadt und die Familien hier wäre ein neues Spielplatzkonzept an dieser Stelle sinnvoll.“

Bei den Mottospielplätzen – das Motto Wasser ist bereits am Spielplatz an der römischen Wasserleitung verwirklicht – könnte auch das Motto „Burg/Schloss/Ritter“ oder „Erleben mit allen Sinnen“ in eine kinderfreundliche Erfahrungslandschaft umgesetzt werden.

Bastian Jansen, der als langjähriges SPD-Mitglied und auch als Kandidat die Entwicklung bislang begleitet hat, lobt die demokratische Art und Weise, wie der Antrag zustande gekommen ist: „An einem der ,Talks uff da Gass‘ wurden wir von mehreren jungen Familien wegen des aktuellen Spielplatzangebotes angesprochen. Wir haben das dann im Ortsverein und auch mit der Fraktion diskutiert, die dann den Antrag formuliert hat. Und nun liegt der Antrag als Maßnahmenkatalog zum Beschluss auf dem Ratstisch. So geht Demokratie: ein Prozess des Gehörtwerdens, der Beteiligung und der Umsetzung.“ zg

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