Schwetzingen

Carsharing Schwetzingen hat fünf Autos, die sich Bürger teilen können / Rathaus, Alter Messplatz und Robert-Bosch-Straße als Stellplätze

Weiterer Schritt im Wandel der Mobilität

Es ist nur ein kleiner Parkplatz vor dem Rathaus. Aber für Bürgermeister Matthias Steffan und den städtischen Klimabeauftragten Patrick Cisowski ist es mehr. Die Stellfläche, exklusiv für Carsharing, „ist ein sichtbares Zeichen für den Wandel der Mobilität“. Und dieser Wandel macht sich auch in der kurfürstlichen Residenz zunehmend bemerkbar.

In zehn Monaten, so ein sichtlich zufriedener Bürgermeister, wuchs die Zahl der Carsharing-Nutzer um 25 Prozent. Derzeit verzeichnet der Anbieter „Stadtmobil Rhein-Neckar“ in Schwetzingen 40 Nutzer. Dafür seien hier mittlerweile fünf Autos auf die drei Standorte Rathaus, Alter Messplatz und Robert-Bosch-Straße verteilt. Diese Entwicklung schien auch Dieter Netter von „Stadtmobil“ sichtlich zu freuen. Denn mit jedem Nutzer und jedem Carsharing-Wagen würde Deutschland in Sachen umweltverträglicher Mobilität einen Schritt weiter kommen.

Studien würden darauf hinweisen, dass ein Carsharing-Auto zwischen sieben bis 20 private Pkw ersetzen könne. Frei nach dem Motto: „Jedes Auto weniger ist ein gutes Auto“ ist das Plus im Carsharing-Bereich in den Augen Netters eine gute Nachricht. „Einen größeren Schritt für die nachhaltige Mobilität gibt es nicht.“ Jedes noch so umweltfreundliche Auto bliebe hier auf der Strecke. Das ist Netter wichtig, da die Zulassungszahlen für Pkw nichtsdestotrotz durch die Decke gehen. 2017 verzeichnete das Kraftfahrbundesamt 46,5 Millionen Autos. Bei fast 82,7 Millionen Einwohnern in Deutschland macht das rund 0,6 Autos pro Kopf aus. Eine enorme Zahl, so Netter. Und die derzeit einzig effektive Strategie gegen das Wachstum der Zulassungszahlen sei das Teilen der Autonutzung – also Car-sharing. Vielleicht, so hofft Steffan, „wird der Wagen hier die kurfürstlichen Carsharing-Zahlen noch etwas weiter nach oben treiben“.

Parkplatzsuche entfällt

Eine Hoffnung, die auch Cisowski teilte. Viele hätten nach wie vor Vorbehalte und glaubten nicht, dass sich Carsharing für sie rechne. Dabei gelte grob, dass alle, die weniger als 10 000 Kilometer im Jahr fahren, mit Carsharing besser und vor allem kostengünstiger unterwegs sind.

Und dazu käme dann noch Bequemlichkeiten wie die Parksuche. Sind die Carsharing-Stellplätze doch exklusiv für Carsharing-Nutzer reserviert. Darüber hinaus müsse man sich nicht um Winterreifen, Service oder Ähnliches kümmern. Carsharing hat, so Steffan, „tatsächlich enorm viele Vorteile“. ske

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