Schwetzingen

Aktionswoche Seelische Gesundheit im Vordergrund

Wenn der Mensch Stress hat

Die Schwetzinger Woche der Seelischen Gesundheit steht unter dem Thema „Gestresste Gesellschaft – Was tun?“ Der Caritasverband Rhein-Neckar, St. Thomas, das Zentrum für Psychische Gesundheit und das Bündnis gegen Depression schließen sich dem Motto an und laden zu drei Veranstaltungen ein.

Zunehmende Überforderung kann zu Stress führen. Eine abschließende Antwort auf die Frage, was Stress ist, gibt es nicht, heißt es in einer Pressemitteilung dazu. Cora Weber, Wissenschaftlerin des stressphysiologischen Labors der Charité Berlin beantwortet die Frage so: „Stress entsteht, wenn wir die Kontrolle über den Stressor, also die Anforderung, verlieren“. Wenn wir selbst keine Steuerungsmöglichkeiten haben, die Anforderungen zu regulieren und wenn mehr von uns verlangt wird, als wir in der Lage sind zu leisten, können wir krank werden.“

Für sich selbst vorsorgen

Laut DAK-Gesundheitsreport lagen die psychischen Erkrankungen im Jahr 2017 mit 17,1 Prozent an zweiter Stelle der Krankschreibungen. Man geht davon aus, dass psychische Erkrankungen durch Stress begünstigt werden. Deshalb ist ein sensibler Umgang mit Stressfaktoren und Selbstfürsorge für die Prävention sehr wichtig.

Bei der Auftaktveranstaltung gestern als Vernissage im Foyer des Wohnheims St. Thomas zeigten psychisch kranke Menschen aus Schwetzingen und Umgebung ihre Kunstwerke. Am heutigen Mittwoch um 19.30 Uhr zeigt das Central Kino in Ketsch den Film „Birnenkuchen mit Lavendel“ von Ric Besnard. Einlass ist um 19 Uhr. Anschließend laden Sozialpädagogin Silke Brat-Reimann und die Leitende Ärztin Dr. Susanne Brose-Mechler vom Zentrum für Psychische Gesundheit zu einem Austausch ein.

Zum Abschluss anmelden

Abschluss der Woche ist dann am Freitag, 12. Oktober, um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst zum Thema „Gestresste Gesellschaft – Was tun?“ in der Kirche St. Pankratius. Der Ausklang findet bei Zwiebelkuchen und Apfelsaft in der Tagesstätte für seelische Gesundheit des Caritasverbandes in der Mannheimer Straße 87 statt. Aufgrund der begrenzten Räumlichkeit ist hierzu eine Anmeldung erforderlich – bei Claudia Strohmeier vom Caritasverband unter Telefon 06202/93 14 60. zg

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