Schwetzingen

Evangelische Kantorei Detlev Helmer und das Vokalensemble freuen sich über Verstärkung / Ein Stück „ohnegleichen in der Welt“

Wer möchte beim Cherubini-Requiem mitsingen?

Archivartikel

Das Vokalensemble der evangelischen Kantorei studiert das nur noch selten zu hörende Requiem c-moll von Luigi Cherubini ein. Die Aufführung ist am Sonntag, 18. November, um 18 Uhr in der evangelischen Stadtkirche.

Zu den rund 30 aktiven Sängerinnen und Sängern des Ensembles können gern noch Sängerinnen in den Stimmgruppen Sopran, Tenor und Bass hinzukommen. Aufgrund der großen Orchester-Besetzung mit Blech- und Holzbläsern, Streichern und Schlagwerk sollte der Chor aus mindestens 50 Beteiligten bestehen.

Luigi Cherubini studierte in Bologna und Mailand, weilte für ein Jahr in London, bevor er sich – von einigen Aufenthalten in Le Havre und Wien abgesehen – ab 1786 bis zu seinem Tod 1842 in Paris niederließ. Nach dem Tod Napoleons, der ihm feindselig gegenüberstand, wandte sich sein Glück: Er wurde Intendant der königlichen Kapelle und 1824 Direktor des Pariser Conservatoire.

Das Requiem c-moll wurde auf Veranlassung von König Ludwig XVIII. für die Trauerfeier zum Gedächtnis an Ludwig XVI. geschrieben, der während der Französischen Revolution unter der Guillotine starb, heißt es in einer Pressemitteilung der Kantorei. Seit der Uraufführung wurde es von Zeitgenossen als „ohnegleichen in der Welt“ gepriesen. Beethoven schätzte es sehr – es wurde auch zu seiner Trauerfeier gespielt – und Berlioz meinte später, es erklinge in Paris so oft, dass man schon von einem „Privileg“ sprechen könne.

Geprobt wird dienstags

Berühmtheit erlangte das Werk unter anderem durch seinen außergewöhnlichen, alleinigen Tamtam-Schlag im Eingangsteil des „Dies irae“, der dem Komponisten den Vorwurf eintrug, theatralische Effekte in ein Sakralwerk einzufügen. Eine weitere Besonderheit des Requiems besteht in dem Verzicht auf Solo-sänger: Der Chor trägt allein die vokale Verantwortung und Verkündigung. Das Vokalensemble probt immer dienstags von 20.30 bis 22 Uhr im Melanchthon-Haus, Kurfürstenstraße 17 (von den Schulferien abgesehen). Die Leitung hat Kirchenmusikdirektor und Bezirkskantor Detlev Helmer. Ein Vorsingen ist nicht erforderlich, aber eine sichere Singstimme und Chorerfahrung. dh/zg

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