Schwetzingen

Schimper-Gemeinschaftsschule Neuntklässler lernen die Gepflogenheiten der Arbeitswelt kennen / Als Beispiel dient auch das Leben von Adolph Knigge

Wer sich nicht benimmt, muss zur Strafe manchmal heiraten

Zur Zeit dürfen die kurz vor ihrem zweiten Betriebspraktikum stehenden Neuntklässler der Schimper-Gemeinschaftsschule an einem Business-Benimmtraining der AOK teilnehmen. Das schreibt die Schule in einer Pressemitteilung.

Herangeführt wurden die Schüler durch Trainerin Nadja Kreis von der AOK mit einem kleinen Schwank aus dem Leben des „ersten Benimmtrainers“ und Schriftstellers Adolph Knigge. Der musste nämlich als Strafe eine Dame heiraten, deren Schuhe er zuvor gestohlen hatte, woraufhin diese barfuß heimlaufen musste und zum Gespött der Anwohner wurde. Diese und viele andere Begebenheiten veranlassten ihn aufzuschreiben, wie man eigentlich richtig untereinander und miteinander umgehen sollte.

Wen begrüße ich zuerst?

Im Oktober hatte für einige Jugendliche bereits solch ein Training stattgefunden, nun sind die restlichen neunten Klassen dran. Insgesamt dauert es drei Schulstunden. Die Jugendlichen lernen den richtigen Umgang mit dem Chef, wie man richtig begrüßt, welche Länge der Rock haben darf (eine Handbreit über dem Knie) und wie man richtig isst. Dinge, die man eigentlich denkt zu wissen, werden aufgeschlüsselt und verständlich erklärt. Wie sieht eigentlich die Begrüßungsreihenfolge im privaten Kreis aus, und wie die, wenn der Chef dabei ist? Generell gilt: Frauen zuerst, dann Alter vor Jugend, darunter aber zuerst fernere Bekannte und der engere Familienkreis zum Schluss (da man sich am Ende sowieso zu ihnen setzt). Im Büro muss allerdings der Chef als Erster begrüßt werden (es sei denn, man begegnet der Sekretärin zuerst ohne Chef).

Die Neuntklässlern hatten dabei viel Spaß, denn es war eine gelungene Abwechslung und sie konnten sich durch geeignete Erfahrungen bereits gut einbringen. zg

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