Schwetzingen

SV 98 Vor 80 Jahren hat ihn der Trainer auf dem Sportplatz angesprochen / Präsident Rainer Zimmermann freut sich über Jugendcamp

Werner Lindwurm (94) Star des Abends

Die 121. Generalversammlung des Sportvereins 1898 war gekoppelt mit dem Ehrungsabend. SV-98-Präsident Rainer Zimmermann freute sich über den Besuch im Nebensaal des Schlossgartenrestaurants „Blaues Loch“ und über das zum vierten Mal ausgetragene Jugendcamp. Auch die Austragung des Hyundai-Cups Deutschland im Schwetzinger Stadion bezeichnete Zimmermann als gelungene Veranstaltung und die installierte LED-Bestückung der Flutlichtanlage sei nun wesentlich heller und spare dem Verein auch Geld.

„Der Abstieg unserer ersten Mannschaft und der A-Jugend war allerdings weniger schön“, resümierte Zimmermann und war der Meinung, dass mit dem Trainerwechsel (wir berichteten) eine neue Aufbruchstimmung in Gang gesetzt werde. Auch aus der Jugendabteilung gab es viel Positives zu vermelden. So sind alle Jahrgänge besetzt und mit engagierten Trainern ausgestattet. Finanzvorstand Franz Schantl wartete ebenfalls mit einer guten Bilanz auf. „Wir haben in vielen Bereichen Einsparungen erzielt und unsere Verbindlichkeiten gegen null gefahren.“ Die beiden Kassenprüfer Gerald Sams und Klaus Hamann hatte keine Beanstaltungen.

41 Mitglieder, darunter fünf Frauen, die dem Sportverein 1898 über viele Jahre die Treue halten, standen zur Ehrung an. Ehrenpräsident Friedrich Münch gab einige Anekdoten über die zu Ehrenden zum Besten. Er spannte dabei den Bogen von 1939 (der 80-jährigen Mitgliedschaft) bis hin zu 1994 (der 25-jährigen Vereinstreue).

Der Star des Abends war zweifelsohne der 94-jährige Werner Lindwurm, der seit 80 Jahren zusammen mit Walter Schweitzer und Walter Westermann – Letztere waren krankheitsbedingt nicht anwesend – dem Verein die Treue halten. „Als zehnjähriger Bub war ich oft auf dem Sportplatz und bin mit den anderen Jungen meine Runden gerannt. Dabei hat mich der damalige SV-Trainer Baumgärtner beobachtet, wie ich immer die schnellste Runde gelaufen bin. Er hat mich dann zur Seite genommen und gefragt, ob ich nicht in den Verein eintreten wolle und ich habe bis heute die Treue gehalten“, erzählte Lindwurm und bekam viel Beifall.

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