Schwetzingen

Europawoche Landtagsvizepräsidentin Sabine Kurtz besucht Carl-Theodor-Schule / Landtagsabgeordneter Manfred Kern spricht mit Schülern über aktuelle Themen

„Wichtig, ins Gespräch zu kommen“

Mit einer musikalischen Darbietung wurde die Landtagsvizepräsidentin von Baden-Württemberg, Sabine Kurtz, in der Carl-Theodor-Schule begrüßt. Die Europahymne auf dem Klavier passte zu der „Europawoche“ – dem Anlass für den Besuch der CDU-Politikerin. Auch der Grünen-Landtagsabgeordnete Manfred Kern sprach in der Erhart-Schott-Schule und der Carl-Theodor-Schule mit Schülern über aktuelle Themen und Europa.

Angesichts der „Geburtsstunde der Europäischen Union“ am 9. Mai 1950 wird seit 1995 in Deutschland bundesweit die „Europawoche“ rund um den Europatag der EU am 9. Mai veranstaltet. Währenddessen finden in Baden-Württemberg Veranstaltungen zum Thema Europa statt.

Wie die Leitern der Carl-Theodor-Schule, Renate Mayer, zu Beginn des Besuches als Einstieg erklärte, bieten solche Besuche mit Politikern den Schülern die Möglichkeit, selbst politisch aktiv zu werden und sich in die Politik einzumischen. Zudem gewähren unter anderem Landtagsbesuche und Studienfahrten zum Reichstag den Schülern Einblicke in die Politik.

Beschäftigung mit Politik

„Ich freue mich sehr, dass solche Begegnungen ermöglicht werden.“ Mit diesen Worten begrüßte CDU-Politikerin Sabine Kurtz, die seit einer Woche stellvertretende Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg ist, die Schüler. „Es ist wichtig, dass wir miteinander ins Gespräch kommen, denn Politik ist das, was jeden im Leben betrifft.“

Mit ihrem Aufruf „Gehen Sie zur Wahl“ werden die Gymnasiasten aufgefordert, an die in 2019 stattfindenden Kommunal- und Europawahlen zu denken. Sie sollen die Wahlen ernst nehmen, denn sie seien wichtig für unser alltägliches Leben. Während des Besuchs hatten die Schüler die Möglichkeit, ihre im Unterricht vorbereiteten Fragen zu stellen und diese miteinander zu diskutieren. Es wurde nicht nur Weltpolitisches angesprochen, sondern tagesaktuelle Themen wie das diesjährige Englisch-Abitur und persönliche Fragen zu Sabine Kurtz. „Es ist toll und richtig, dass sich Schüler mit Politik beschäftigen“, lobte Sabine Kurtz gegen Ende der Podiumsdiskussion, „denn jeder entscheidet mit, was in unserem Land passiert.“ Auch wenn sie nicht alle Fragen beantworten konnte, hat Kurtz die gestellten Fragen so ausführlich wie möglich beantwortet.

„Ich werde immer Grüner bleiben“

Die Chance zum Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Manfred Kern bekam die J1/7 der Carl-Theodor-Schule. „Es war interessant, auch mal etwas über den Alltag eines Politikers zu erfahren“ erzählte Adrian und Anna fügte hinzu, „dass es gut war, auch mal einen Blick auf die Sichtweise eines Politikers zu bekommen.“ Manfred Kern nahm sich die Zeit, nicht nur private Fragen zu beantworten, sondern auch über das Weltgeschehen zu sprechen. Vor allem die Frage nach der Parteiwahl war für die Schüler interessant. „Ich war immer sehr naturbezogen, das hat mich damals zu den Grünen gebracht. Mittlerweile ist die Partei sehr etabliert. Da muss man auch Kompromisse eingehen. Manchmal hat man da etwas Bauchschmerzen, aber ich werde immer ein Grüner bleiben“, machte der Politiker seinen Standpunkt klar.

Viel Aufmerksamkeit widmeten die Jugendlichen dem Abgasskandal. Lange wurde über Elektroautos und ein mögliches Ende für Dieselmotoren gesprochen. „Öl ist endlich und ein wichtiger Rohstoff. Innovationen und Ideen sollten gedacht und ausprobiert werden. Ein festes Enddatum für den Diesel würde die Autoindustrie dazu bewegen, schneller innovative Ideen auf den Markt zu bringen“, argumentierte Manfred Kern. Dieses Thema ist auch bei der Partei ein wichtiges. Mit der Landeshauptstadt Stuttgart hat das Land Baden-Württemberg eine Stadt, die eine extrem hohe Feinstaubbelastung hat. „Nicht nur ich, auch wir als Grüne sind dahinter, diese Situation zu verbessern. Fahrverbote sind eine Möglichkeit, um der Belastung entgegenzuwirken. Aber auch der Ausbau des Bahnnetzes und der Radschnellwege muss vorangetrieben werden“, machte der Politiker auf die Umweltbelastung und die Möglichkeiten zur Verbesserung aufmerksam.

„Die Mitarbeit, Wachheit und das Interesse der Schüler hat mir an der Carl-Theodor-Schule sehr gut gefallen. An der Erhart-Schott-Schule lief es etwas stockender, aber auch hier hatten wir sehr gute Gespräche“, zog Manfred Kern ein Fazit.

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