Schwetzingen

Ferienprogramm Keltern wie in alten Zeiten / Kreislauf der Natur kennenlernen / Austoben beim Fußballspiel und Hufeisen werfen

Wie kommt der Saft aus dem Apfel?

Archivartikel

Durch keltern wie in alten Zeiten fanden 25 Kinder heraus, wie der Saft aus dem Apfel kommt. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Vorsitzende des Kleingärtnervereins, Jutta Sturm, und Joachim Bauhardt von der Streuobst-Initiative Schwetzingen, ging es los.

Der frisch gepflückte Apfelvorrat wurde zunächst in großen Bottichen gründlich gewaschen, dann begutachtet, aussortiert und nur absolut einwandfreie Äpfel in kleine Stücke geschnitten. Die so vorbereiteten Äpfel kamen nach und nach in eine Mühle und wurden dort zerkleinert. Eine Gruppe von sechs Kindern bediente die Mühle abwechselnd, nach sechsmal Drehen der großen Kurbel machte das nächste Kind weiter und so kam jedes mal an die Reihe.

Die Apfelstücke kamen als Mus heraus, wurden in kleine Eimer geschaufelt und zu den Keltern getragen, wo sie in Leinensäcke gefüllt und dann durch Drehen der Kurbel als Saft herausgepresst wurden. Da kam man ganz schön ins Schwitzen, wie die Kinder schnell feststellten. Bald hatten sie aber den Dreh heraus und konnten alle Arbeitsschritte nahezu selbst bewältigen. Als der erste selbstgekelterte feine Saft in den Bottich lief, waren die Kinder stolz. Alle probierten sofort den herrlich frischen und fruchtigen Saft und waren sehr zufrieden. „Selbst gemacht schmeckt eben am besten“ sagte ein Mädchen und füllte den Becher gleich wieder auf.

Abfüllen in Flaschen

Nachdem der erste Durst gelöscht war, füllten die Mädchen und Jungen den weiteren gekelterten Saft in vorbereitete Flaschen, verschlossen sie und beklebten sie mit einem entsprechenden Etikett. Das ging bald wie am Schnürchen und jedes Kind fand schnell seine Aufgabe.

Als der Apfelvorrat zu Ende ging, waren die Kinder etwas traurig. Die Pressrückstände – der Trester – kamen wieder zurück unter die Bäume, wo sie als Stickstoffdünger für das nächste Jahr dienen. So lernten die Kinder den Kreislauf der Natur hautnah kennen.

Während draußen emsig gesaftet wurde, waren in der Küche des Vereinsheimes die Frauen und Männer des Küchenteams am Herd. Mit leckerem Kartoffelsalat, Würstchen, Brötchen und Brezeln konnten sich die Kinder stärken. Nach dem Mittagessen tobten sich die Kinder beim Fußballspiel, Torwandschießen, Boule und Hufeisenwerfen aus.

Am Ende dieses erlebnisreichen Tages konnte jedes Kind eine Tragetasche mit Äpfeln und einer selbstgekelterten und befüllten Apfelsaftflasche mit nach Hause nehmen.

Im Rahmen des Ferienprogrammes der Stadt haben die Kinder wieder einen lehrreichen Tag erlebt. Auch für die Helfer und Veranstalter waren es ereignisreiche und gelungene Stunden. Die Erfahrung, mit den eigenen Händen leckeren Obstsaft herzustellen, gehört zum Konzept der beiden Veranstalter, die mit dem Apfeltag für frische und gesunde Lebensmittel aus eigenem regionalem Anbau werben. zg

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