Schwetzingen

Ehrhart-Schott-Schule Projekt im Kreisausschuss vorgestellt

Wie Lernen in Zukunft funktioniert

Wie sieht die Schule von morgen aus? Das wird ab dem 1. Dezember an der Ehrhart-Schott-Schule in Schwetzingen, eine berufliche Schule in der Trägerschaft des Rhein-Neckar-Kreises, getestet, heißt es in einer Pressemitteilung des Schulträgers, dem Rhein-Neckar-Kreis.

Marla Seitz und Erik Metzeroth, beides Schüler der Ehrhart-Schott-Schule in Schwetzingen, informierten gemeinsam mit Dr. Yvonne Tröster, Leiterin des Projekts, die Mitglieder des Ausschusses für Schulen, Kultur und Sport des Kreistags über „School of Tomorrow – Future Class ESS“, schreibt die Presseabteilung des Landratsamtes weiter.

„Dieses Projekt dient der Zukunftssicherung der beruflichen Schulen. Sie profilieren sich zu Kompetenzzentren mit einer weiteren Verbesserung in der Qualität zur Aus-, Fort- und Weiterbildung bei gleichzeitiger Optimierung des Ressourceneinsatzes“, erläutert Landrat Stefan Dallinger.

Auf zu neuen Denkstrukturen

„School of Tomorrow – Future Class ESS“ folgt einer Empfehlung des Rates der Europäischen Union (EU) vom 22. Mai 2018, der das Ziel verfolgt, Schülern Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen beizubringen. Dabei sollen herkömmliche Denkstrukturen aufgebrochen und traditionelle Unterrichtsformen langfristig umgestaltet werden. Neue Lebensräume müssen dafür entworfen und neue Lerninhalte entwickelt werden. Hierzu gehören unter anderem digitale Medien, selbstgesteuertes Lernen und spezielle Vorgehensweisen zur Lösung sehr komplexer Probleme.

„An der Ehrhart-Schott-Schule in Schwetzingen werden zunächst nur für eine bestimmte Anzahl an Klassen zwei Probeklassenräume nach einem Lernzonenprinzip mit optimaler digitaltechnischer Ausstattung eingerichtet“, erklären Seitz und Metzeroth. Die dadurch fehlenden Klassenzimmer werden übergangsweise – mindestens für ein Jahr – mit den mobilen Einheiten, die bisher dem Umbau dienten, kompensiert. Ziel sei es, so Seitz und Metzeroth, über ein Buchungssystem diese Räume allen Schularten und für alle Schulfächer zur Verfügung zu stellen. Diese Modellräume und die getesteten Unterrichtsformen liefern Erkenntnisse für die allgemeine Entwicklung von Unterrichts- und Raumkonzepten.

Internationale Unterstützung

Die Projektergebnisse werden auf einer Open Education Ressource (OER)-Plattform viersprachig für den europäischen Raum veröffentlicht. Sie dienen der Entwicklung von Fortbildungsmaßnahmen für die Zielgruppen Bildungsbehörden, Einrichtungen für Schul- und Qualitätsentwicklung, Schulleitungen Lehrkräften.

„Wir freuen uns sehr“, so Landrat Dallinger, „dass dieses Projekt auch auf internationaler Ebene Unterstützung findet.“ Zusammen mit zwei Projektpartnerschulen aus Italien und Spanien beläuft sich die Gesamtfördersumme auf 94 400 Euro. Der Ehrhart-Schott-Schule liegt im Rahmen dieses „Erasmus+“-Programms der Europäischen Union (wir berichteten mehrfach) eine Finanzhilfevereinbarung von 34 960 Euro vor. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren. kaba/zg

Info: Wie kann, ja sogar muss Schule in Zukunft gedacht werden? Welche Ideen haben Sie? Schreiben Sie der Redaktion und teilen Sie Ihre Anregungen an sz-redaktion@schwetzinger-zeitung.de, Betreff: Zukunft Schule, mit.

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