Schwetzingen

Flüchtlingsheim Atlanta Die Sauberkeit schon oft angemahnt

„Wir putzen nicht mehr!“

Archivartikel

„Das Thema Sauberkeit beschäftigt uns Ehrenamtliche bereits seit fast drei Jahren. Ehrenamtliche und Integrationsbeauftragter Markus Wallenwein haben schon ganztägige Putzaktionen gestartet – mit Unterstützung von einigen Bewohnern. Und genau diese Bewohner legen auch Wert auf Sauberkeit. Leider nicht alle“, schreibt Rita Erny, Sprecherin der ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuer im Atlanta. „Die Ehrenamtlichen haben also auch das Putzen schon vorgelebt.“ Erny nimmt damit zur Berichterstattung in der SZ über unhaltbare hygienische Zustände Stellung. Sie sagt auch, sie habe nicht mit unserer Redakteurin vor Ort gehen können, weil die Stadt das Hausrecht habe.

In einem Telefongespräch sagt sie uns zudem: „Die Geschichte in der Zeitung wurde von den Ehrenamtlichen eigentlich als richtig angesehen, weil der Stadt gesagt wurde, dass es so nicht weitergehen kann. Wir sind auch nicht mehr bereit, dort zu putzen, das ist nicht unsere Aufgabe. Das muss die Stadt regeln. Das wurde beim Runden Tisch, der alle vier bis sechs Wochen stattfindet, ausführlich diskutiert; Lösungsmöglichkeiten wurden aufgezeigt, Sanktionen und Kontrollen gefordert.“

Da das Atlanta ein offenes Haus sei, gebe es keine Security mehr – jedermann habe Zugang zur Küche und zu den Toiletten im Erdgeschoss. Es gebe auch immer wieder Fremdschläfer im Haus. „Bei über 90 deutschen Bewohnern wäre die Sauberkeit sicher auch ein Problem“, so Erny. Es finde täglich, außer sonntags, Unterricht im Haus statt. jüg

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