Schwetzingen

Rathaus Florence Steinborn und Elke Kilian verabschiedet / Lutz Engelhorn seit 25 Jahren im Bauhof

Wirken und Wissen bleiben erhalten

Es waren nur zwei Verabschiedungen und ein Jubiläum. Aber für Oberbürgermeister Dr. René Pöltl war es wie immer wichtig, persönlich seinen Dank zum Ausdruck zu bringen. Mit Florence Steinborn und Elke Kilian verliert die Stadt immerhin knapp über 50 Jahre Schwetzinger Berufserfahrung. Und das, so der Oberbürgermeister, sei bei aller Freude über den wohlverdienten Ruhestand auch immer schmerzlich. Gegenüber den beiden Damen ließ er denn auch keinen Zweifel, dass sie fehlen werden: „Wir werden sie vermissen.“

Doch bevor er sich Steinborn und Kilian widmete, wandte er sich Lutz Engelhorn zu, der seit einem Vierteljahrhundert im Bauhof beschäftigt ist. Nach einer Ausbildung zum Maurer bei der Schwetzinger Firma Adam Wiest trat er 1995 in den Dienst der Stadt ein. Für die Stadt, daran ließ der Oberbürgermeister keinen Zweifel aufkommen, ein Glücksfall. Aufgrund seiner Ausbildung und seiner selbstständigen Art zu arbeiten, wurden ihm schnell die komplizierten und hochwertigen Aufgaben übertragen. Nicht umsonst galt er im Bauhof „als der Mann für alle Fälle“. Pöltl nutzte dabei die Gelegenheit dem Bauhofteam insgesamt zu Danken. „Ihr seid das Schwetzinger Dreamteam, ohne das vieles in der Stadt nicht gehen würde.“

Steinborn begann ihre Karriere in Schwetzingen im Jahr 1997 als Angestellte für die Kernzeitbetreuung an der Südstadtschule. Schnell habe sie sich hier zur beliebten Kollegin und Betreuerin entwickelt. Pöltls eigene Kinder waren bei ihr in der Kernzeit und sprechen noch heute in den höchsten Tönen von ihr.

Bürgerbüro auf den Weg gebracht

Ein kurfürstliches Urgestein verabschiedete Pöltl anschließend mit Kilian. 44 Jahre war sie im Bereich des Einwohnermeldewesens tätig gewesen. Nach der Ausbildung in Mannheim und den ersten Jahren in der Quadratestadt kam sie 1991, vor 29 Jahren, nach Schwetzingen. Dabei habe sie enorm viele Veränderungen erlebt. Sie habe so ziemlich alle Entwicklungen von der Lochkarte bis zur kompletten Digitalisierung miterlebt und mit umgesetzt. Vor allem das Bürgerbüro, im Jahr 2001 auf den Weg gebracht, habe sie von Anfang an begleitet und mit ihren Kollegen zum Erfolg geführt. Sie beide vereinen einen enormen Erfahrungsschatz, der der Stadt nun leider verlorengehe. Zugleich hätten sie die Institutionen natürlich mitgeprägt, so dass etwas von ihrem Wirken und Wissen bleibe. Auch die Personalrätin Yvonn Rogowski betonte zum Schluss, dass Verabschiedungen von Mitarbeitern immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge einhergingen. Am Ende überwiege aber doch das lachende Auge.

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