Schwetzingen

Schlossgarten Kammerkonzert am Badhaus in Kooperation mit der Musikschule

Zeitreise in die Stadt der Liebe

Ein außergewöhnliches Programm an einem ungewöhnlichen Ort im Schlossgarten – das bieten die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg: Am Mittwoch, 14. August, 19 Uhr, erklingt Kammermusik von Meistern der Mannheimer Schule am Badhaus, dem kurfürstlichen Refugium in der Sommerresidenz. Das Konzert findet in Kooperation mit der Musikschule Schwetzingen statt. Einlass ist bereits um 18.30 Uhr. Die Karten kosten 14 Euro, ermäßigt 7 Euro.

„Der Churfürst von der Pfalz lebt in seinem Paradiese Schwetzingen, im Schooße seiner getreuen Unterthanen, so vergnügt, als es Fürsten seyn können…“ So beschreibt der schwäbische Dichter Christian Daniel Schubart die Zeit, die er 1774 in Schwetzingen verbrachte. Das Badhaus, Schauplatz des Programms, ließ sich Kurfürst Carl Theodor als sein privates Refugium im Schlossgarten errichten – und er musizierte dort mit den Virtuosen seiner berühmten Mannheimer Hofkapelle vor ausgewählten Zuhörern, denn der Fürst spielte die Querflöte.

Der Inhalt des Konzertprogramms am 14. August mit dem Titel „... endlich auf der Fahrt nach der französischen Hauptstadt“ orientiert sich am Themenjahr „Ziemlich gute Freunde. Frankreich und der deutsche Südwesten“ der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.

Virtuosen an ihren Instrumenten

Im Zentrum einer langen und sich gegenseitig bereichernden Beziehung zwischen den beiden Nachbarländern standen im 18. Jahrhundert auch die Musiker am kurpfälzischen Hof. Regelmäßig reisten die Violin-, Oboen- und Flötenvirtuosen nach Paris, um dort aufzutreten und ihre eigenen Werke verlegen zu lassen. Aber auch die Musik französischer Komponisten war in Mannheim und Schwetzingen – vor allem auf der Opernbühne – ein wichtiger Bestandteil des Musiklebens am Hofe. Mit Flötenquartetten laden die Musiker die Zuhörer zu einer musikalischen Zeitreise ein, die von Mannheim nach Paris führt und wieder zurück – und in Schwetzingen, im Badhaus, endet.

Nicht nur der Ort ist historisch bei diesem Kammerkonzert: Die vier Musiker spielen Werke von Ignaz Fränzl, Carl Stamitz, François-Joseph Gossec und Carlo Giuseppe Toeschi. Diese Kompositionen wurden von der Forschungsstelle Südwestdeutsche Hofmusik ediert und zur Verfügung gestellt. Die renommierte musikhistorische Spezialabteilung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften hat ihren Sitz im Palais Hirsch.

Die Schlossverwaltung empfiehlt den Vorverkauf zu nutzen. Die Karten gibt es an der Schlosskasse am Haupteingang zum Schloss. Außerdem, so die Schlossverwaltung, sei zu beachten, dass der Fußweg zum Badhaus zehn bis 15 Minuten betrage. Bei schlechtem Wetter wird die Serenade in den Jagdsaal verlegt. zg

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