Schwetzingen

Schlossgarten Sandstein ist brüchig und weist Risse auf

Zirkelfassade muss nun saniert werden

Archivartikel

Aufmerksamen Besuchern dürfte es schon aufgefallen sein. An der Fassade des nördlichen Zirkels im vorderen Bereich hin zum kurfürstlichen Schloss wurden über die ganze Höhe zwei verschiedene Farbmuster aufgetragen. Und anders als einige Gerüchte andeuten, so Peter Egel von „Vermögen und Bau Mannheim/Heidelberg“, sei das so natürlich weder fertig noch eine endgültige Farbentscheidung. Damit würde nur geprüft, wie die verschiedenen Farben auf dem Sandstein wirkten.

Völlig unstrittig unter Experten ist, dass der Sandstein saniert werden müsse. „Er ist brüchig und weist Risse auf.“ Und auch die Fenster würden im Zuge dieser Maßnahme runderneuert. Dabei werde, so versicherte Egel, „das historische Erbe gewahrt“. Auf Basis eines umfassenden Gutachtens wüsste man heute über die Farbgeschichte des Schwetzinger Schlosses sehr genau Bescheid. Über die vergangenen 250 Jahre würden Farbpartikel genau zeigen, welche Farben für die Fassade verwendet wurden. Das reiche, so Egel, von gelb über olivgrün bis zu goldgelb. Als der Zirkel im Jahr 1752 gebaut wurde, nutzten die Bauherren für die Putzfläche „Persching“, eine Art sanftes Rosa, und die Sandsteinfassung war schneeweiß.

Derzeit werde mit Experten unter Beteiligung des Landesdenkmalamtes noch diskutiert, welche Farbe genau zum Zuge käme. Klar sei, dass dabei keine modernen Farbstoffe zum Einsatz kämen, sondern wie früher Farben auf Kalkbasis genutzt würden. Immer wieder betonte Egel, dass derzeit noch alles offen sei. „Wir sind Mitten in der Diskussion.“ Sicher sei aber, dass das historische Erbe des Schwetzinger Schlosses gewahrt und geschützt würde.

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