Schwetzingen

Gastspiel Familienbetrieb Baruk kommt / Stadt will Veto einlegen

Zirkus schlägt sein Zelt auf dem Stoppelacker auf

Archivartikel

An der Kreisstraße Richtung Brühl baut seit gestern der Zirkus Baruk seine Zelte auf und will dort von Freitag, 27. Juli, bis Sonntag, 5. August, Vorstellungen geben. Das aus Thüringen stammende Familienunternehmen hat den Platz auf einem Stoppelacker von einem Landwirt gemietet – direkt gegenüber der Einfahrt ins Kleine Feld.

„Das ist ein Privatgelände, wir haben doch freie Marktwirtschaft“, sagte Zirkus-Chefin Sarina Baruk gestern vor Ort gegenüber unserer Zeitung. Ihr Unternehmen erfülle alle Auflagen. Für die Tiere – Kamele, Zebras und Ponys – gebe es genügend Auslauf, Wasser und Sonnenschutzdächer. „Außerdem werden sie täglich mehrfach abgespritzt“, betont Baruk. Bereits vor zwei Jahren war der Zirkus in Schwetzingen zu Gast, ebenfalls auf einem Privatareal.

Auf dem Rathaus ist man von dem Vorgehen überrascht: „Dies geschah ohne Wissen und Genehmigung der Stadt“, teilt Pressesprecher Wolfgang Leberecht mit und ergänzt: „Die Nutzung dort ist nicht zulässig.“ Das Baurechtsamt sei deswegen mit dem Grundstückseigentümer und dem Betreiber entsprechend im Kontakt.

Da sie ja vorschriftsmäßig die Plakataufstellung auf dem Ordnungsamt beantragt habe, sei das Gastspiel dort bekannt gewesen, erklärt Sarina Baruk. Den Wasseranschluss habe sie über die Stadtwerke bekommen. Einen anderen Standort habe die Stadt übrigens nicht bieten können. Der neue Messplatz als Standort scheide aus, weil er nur an einer begrenzten Anzahl von Tagen gesperrt werden darf, erklärte Leberecht.

Die Premiere ist für Freitag, 18 Uhr, geplant, weitere Vorstellungen am Samstag (16 Uhr), Sonntag (11 und 15 Uhr) sowie am Montag, Mittwoch und Donnerstag (17 Uhr). „Wir bauen auf und geben unser Bestes“, kündigt Sarina Baruk an. ali

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