Schwetzingen

Zwischen Chile und Shanghai

Archivartikel

Das schöne an Journalisten wie Stefan Aust ist, dass sie soviel wissen und dass sie in der Weltgeschichte herumkommen, um hinter die Kulissen zu blicken. So war der Abend in Schwetzingen ja nur eine Zwischenstation – der Welt-Herausgeber und Filmemacher kam tags zuvor aus Santiago de Chile geflogen, wo er in der Atacama-Wüste, dem trockensten Landstrich der Erde, auf 5000 Höhenmetern einen Film über die dort stationierten großen Radioteleskope drehte. Am Montag ging’s dann per Zug in die Kurpfalz zum Talk im Schloss, dienstags nach Berlin ins Büro. Heute, Mittwoch, ist er abends für die Talkshow bei Sandra Maischberger gebucht, am Donnerstag führt er mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin einen Film mit den spannendsten Szenen zum Mauerfall vor und erzählt seine Erinnerungen daran und am Freitag geht’s mit dem Flieger nach Shanghai, wo er an einer internationalen Universität auf Einladung von Bodo Hombach einen Vortrag hält.

Auch so kann also das Leben eines 73-Jährigen sein. Von Langeweile keine Spur. Immerhin sagt er selbst: „Dann reicht es aber mal mit Fernreisen für dieses Jahr.“ Wie neugierig er noch immer ist, zeigte sich nach dem Talk im Schloss noch in kleiner Runde. Börsenexperte Dirk Müller diskutierte mit ihm über China und die USA, über Trump und Xi und als es dann 0.30 Uhr war, waren sich beide einig, dass man das Gespräch unbedingt fortsetzen will. Ich habe den Auftrag mitgenommen, für den Telefonnummern-Austausch zu sorgen. Ist doch schön, wenn man neue Kontakte anbahnen kann.

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