Speyer

Nacht der offenen Tür Im Planetarium, im Technoseum und im SWR-Studio ist was los

50 Jahre Mondlandung – das wird ein großes Fest

Mannheim.Vor 50 Jahren landeten Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen auf dem Mond. Das nehmen das Technoseum, das SWR-Studio Mannheim-Ludwigshafen und das Mannheimer Planetarium zum Anlass für eine Nacht der offenen Tür am Samstag, 20. Juli.

Ab 18 Uhr geht es los. Alle drei Häuser bleiben bei freiem Eintritt bis nach Mitternacht geöffnet. Es gibt viele Aktivitäten zum Selbermachen und Entdecken. Durch ein Teleskop lassen sich draußen Sterne beobachten, im Laboratorium 3D-Weltraum-Bilder kreieren oder man kann sich vor der Kamera als Nachrichtensprecher oder Wetterreporter versuchen.

Die Nacht der offenen Tür soll auch ein Fest werden. Im Technoseum lädt die Mond-Bar mit Blick in den Himmel und über Mannheim ein, das Planetarium betreibt seine Cafeteria, im Hof des SWR-Studios gibt es einen Festaufbau mit Sitzmöglichkeiten, Essen und Getränken. DJs von SWR1 und SWR4 legen auf.

Geschichte der Sternwarte

Das Technoseum bietet Führungen zur Geschichte der Mannheimer Sternwarte, zur Astronomie im 18. Jahrhundert, zum ersten Raketenflug vor 90 Jahren und dem Mannheimer Raketenpionier Julius Hatry an, lädt zum Film- und Klangerlebnis in Auditorium und zu Workshops in Laboratorium. Große und kleine Weltraumbegeisterte 3D-Bilder von sich selbst erstellen, in denen man zwischen den Planeten zu schweben scheint, außerdem werden Führungen angeboten.

Zwischen 20 und 22 Uhr zeigt das Museum den ersten Spielfilm, der tatsächlich ein Science-Fiction-Film war: Die „Reise zum Mond“ aus dem Jahr 1902 von Georges Méliès, musikalisch live untermalt mit der Kino-Orgel des Museums, die aus den 1920er Jahren stammt und zu den wenigen noch funktionstüchtigen Kino-Orgeln Europas zählt.

Wie sehr der Weltraum die Menschen begeistert, wird auch in einer Ausstellung deutlich, die in dieser Nacht zu sehen ist, und die ganz alltägliche Gegenstände aus vergangenen Jahrzehnten zeigt – vom Staubsauger-Modell „Raketa“ über ein spaciges Radio bis hin zu den legendären Bügeleisen, die in der Kommandozentrale der „Raumpatrouille Orion“ verbaut wurden. In der Mond-Bar kann man schließlich bei einem Space-Cocktail und mit Blick über die nächtliche Stadt den Abend ausklingen lassen.

Das Planetarium zeigt im Kuppelsaal kurze Vorführungen rund um das Thema „50 Jahre Mondlandung“, Aktuelles zum Sternenhimmel sowie ebenfalls den Film „Reise zum Mond“ von Georges Méliès. Außerdem gibt es Live-Musik von „Flourishless“ sowie mehr zum Thema Mondlandung. Eigene astronomische Beobachtungen sind möglich. Und das SWR-Studio Mannheim-Ludwigshafen organisiert Führungen durch die Studios mit bekannten Radioredakteuren und Fernsehmoderatoren. Astronomische Beobachtungen unter Anleitung von Fachleuten sind bereits ab 18 Uhr möglich. Zu Beginn gibt es Sonnenbeobachtungen, bei Dunkelheit können die Planeten und gegen Mitternacht der Mond beobachtet werden. Die Cafeteria ist geöffnet und man kann draußen auf der „Karnickelwiese“ entspannt in den Nachthimmel schauen.

Einmal vor der Kamera stehen

Wie wird Radio gemacht? Warum hängen in einem Fernsehstudio so vielen Lampen? Wie kommt eine Meldung ins Internet? Die Antworten auf diese Fragen gibt es bei der Nacht der offenen Tür im SWR-Studio-Mannheim-Ludwigshafen. Die Besucher kommen dahin, wo sie im laufenden Betrieb nie dabei sein können: in die Radio- und Fernsehstudios des Südwestrundfunks. Bekannte Fernsehgesichter wie Sascha Becker, Tatjana Geßler, Thomas Miltner oder Annalena Dörr stehen Rede und Antwort und zeigen ihren Arbeitsplatz. Radio-Redakteure berichten, wie täglich Radiosendungen entstehen. Und es wird erklärt, warum so viele technische Geräte nötig sind, damit Programme zuhause oder unterwegs empfangen werden können. Eine spezielle Erfahrung ist es, sich selbst einmal vor der Kamera und vor dem Mikrofon auszuprobieren und zu erleben, dass das, was so leicht aussieht oder sich anhört, mit ganz schön viel Arbeit verbunden ist. Bei Bratwurst, Bier und Musik lässt sich das Erfahrene mit den Journalisten noch nachbesprechen. zg

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