Speyer

Rathausgespräch Pflegenden Angehörigen eine Stimme geben

Bei Demenz bessere Unterstützung bieten

Speyer.„Pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz eine Stimme geben“ – unter diesem Motto laden die Stadt Speyer und das Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg am Mittwoch, 2. September, um 16 Uhr zum Rathausgespräch in den Historischen Ratssaal ein. „Mit der Veranstaltung wollen wir Menschen zusammenbringen, die sich über Pflege und Demenz austauschen möchten. Es soll ausgelotet werden, welche Hilfsangebote und Unterstützungsleistungen insbesondere die Angehörigen von Menschen mit Demenz bereits nutzen und wo weitere Bedarfe liegen“, erläutert Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Monika Kabs.

In einem nächsten Schritt sollen dann aus diesem öffentlichen Dialog der Betroffenen mit unterschiedlichen Akteuren neue Erkenntnisse über Möglichkeiten der Unterstützung in der Pflege von Menschen mit Demenz gewonnen werden.

„Mit Hilfe pflegender Angehöriger können wir auch in Speyer etwas anstoßen, um die Situation zu verbessern, nützliche Vernetzungen anzuregen und den Austausch zwischen Betroffenen zu fördern“, so Projektkoordinatorin Dr. Birgit Kramer von der Uni Heidelberg. Im Fachjargon könnte man das so formulieren: Das Forschungsprojekt Rathausgespräche dient der Untersuchung innovativer Pflegearrangements und deren Auswirkungen auf die Lebenssituation pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz. Das Institut für Gerontologie wählt hierzu einen neuen Ansatz und möchte pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz eine Stimme geben. Die Rathausgespräche werden in 20 deutschen Städten durchgeführt, Speyer ist eine davon.

Persönliche Erfahrungen gefragt

An der Veranstaltung teilnehmen werden Akteure aus der Kommune, wie Bürgermeisterin Monika Kabs, Mitarbeitende des Seniorenbüros und von Pflegedienstleistern, Ärzte sowie Vertreter von Kirche, Sport, Kultur und Ehrenamt. Funktionieren kann das Format allerdings nur, wenn tatsächlich auch pflegende Angehörige teilnehmen, die von ihren Erfahrungen berichten und mitdiskutieren. Das Institut für Gerontologie und die Stadt Speyer rufen deshalb pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz auf, sich am Rathausgespräch zu beteiligen. Es geht um Fragen der gesundheitsbezogenen, emotionalen und sozialen Situation der pflegenden Angehörigen sowie um unterstützende Angebote und neue Formen der Pflege.

Interessierte Bürger können sich bis Mittwoch, 26. August, bei Projektkoordinatorin Dr. Birgit Kramer, Telefon 06221/54 81 89, oder per E-Mail info.pflegende@gero.uni-heidelberg.de für eine Teilnahme anmelden. Die Teilnehmenden werden dann zunächst in einem persönlichen Gespräch befragt und auf das Rathausgespräch vorbereitet.

Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen statt. zg

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional