Speyer

Weinprobe Nicht nur das Wetter beschert verkaufsoffenem Sonntag auf der Maximilianstraße eine gute Besucherresonanz

Beliebte Genuss- und Flaniermeile

Archivartikel

Speyer.Volle Parkplätze, massenweise Fahrräder am Postplatz und in den Seitenstraßen, gut gefüllte Freisitze der Straßencafés und mehrere tausend Flaneure waren nur drei Wochen nach dem ebenfalls hervorragend frequentierten Bauernmarkt erneut eindrucksvolle Beweise für die Attraktivität der Stadt und insbesondere der Maximilianstraße als beliebte Genuss- und Flaniermeile.

Wo bei der Weinprobe zwischen Kaufhof und Rathaus Partytische standen oder Sitzbänke zum längeren Verweilen einluden, ließen es sich ganze Besuchergruppen bereits am Samstag und mit einer weiteren Steigerung am verkaufsoffenen Sonntag bei so manchem süffigen, eleganten oder kraftvoll-bukettreichen Probeschluck und mehr gut gehen. In den Nachmittags- und vor allem am Samstag in den frühen Abendstunden freuten sich die 26 Gewerbetreibenden über eine erfreuliche Resonanz. Dass die Freilichtbühne Maximilianstraße auch zum „Schaulaufen“ genutzt wurde, ließ sich vom Outfit einiger Flaneure beiderlei Geschlechts ableiten.

Perfekte Atmosphäre geboten

Von einer perfekten Atmosphäre, guten Auswahl und einem stimmigen Preis-Leistungs-Verhältnis schwärmten Maximiliane Gahmann und Sonja Krämer. „Es passt einfach alles“, stellten die Freundinnen aus Speyer am Stand von „Wein & Destillate“ Heißer aus Impflingen bei einem Glas Maracuja-Secco zufrieden fest.

Das umfangreiche Angebot befriedigte selbst ausgefallende Wünsche. Am Stand von Birgit Lembke, die Crêpes in 24 Varianten anbot, hatten Hungrige die Qual der Wahl zwischen beschwipsten, fruchtigen, herzhaften oder süßen Pfannkuchen. Gut nachgefragt waren zudem Klassiker wie Neuer Wein und Zwiebelkuchen sowie saisonbedingte Kürbissuppen.

Mit dem bekannten Slogan „Zum Wohl – Die Pfalz“ warb Edelobstbrenner Thomas Scherner aus Weisenheim am Sand erfolgreich um Kundschaft. „Bei mir sind sogar englischsprechende Kunden sowie Besucher aus Franken und Schwaben fündig geworden“, erklärte der Spezialist für Destillate und Liköre auf Anfrage.

Frisch vom Fass und in Bioland-Qualität offerierte das Weingut Schneider aus Landau-Godramstein Pfälzer Federweißen. Den Gärungsprozess von Millionen Hefezellen konnten Besucher im „Roten Rauscher“ des Weingutes Lauth & Sohn verfolgen, das als Besonderheit mit einer feinherben 2017er Silvaner Spätlese und dem verlockenden Namen „Traumtänzer“ Geschmackskundige lockte. Stärkung versprach ein Kastaniensaumagen der Metzgerei Wenz aus Kandel.

Mit elf Sorten Honig war die Imkerei Ulrich aus Neulußheim vor Ort. Dort wurde unter anderem mit einem seit 20 Jahren erstmals wieder im Angebot vorhandenen köstlichen Eichenhonig aus der Region geworben.

Mit „Natur pur“ in Form von Sträußen, Kränzen und weiteren Deko-Materialien befriedigte die „Blumerie“ aus Harthausen herbstzeitliche Kundenwünsche. Beim Weingut Braun war der Andrang vor allem am frühen Samstagabend besonders groß, weshalb der Wunsch nach Verlängerung der Öffnungszeit an diesem Tag bis 20 Uhr geäußert wurde. Eine hervorragende Auswahl an gepflegten Weinen und einen guten Service bescheinigten Fanny und Rolf Avril aus Speyer dem Weingut Nett aus Geinsheim. „Bei denen ist der Name Programm“, bekräftigte das Ehepaar seinen positiven Eindruck.

Zusätzlicher Besuchermagnet

Mehr noch als am Samstag mit einem Mix aus Sonne und Wolken machte der Goldene Oktober am verkaufsoffenen Sonntag seinem Namen mit strahlendem Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen alle Ehre. Als zusätzlicher Besuchermagnet erwies sich eine Modenschau der Boutique Emporio II, bei der fünf Models unter Leitung von Job-Managerin Enza Bauer jeweils acht Bekleidungsstücke aus der Herbst- und Winterkollektion präsentierten.

Einen besonderen Werbegag hatten sich auch Ilka und Frederik Demmer vom Trachten-Shop einfallen lassen. Bei mehreren Schauläufen über die Maximilianstraße machten 14 befreundete Damen und Herren im Trachtenlook Lust auf die trendigen Produkte.

Kritisch äußerte sich nur Peter Bödeker vom gleichnamigen Schuhhaus. Er erklärte im Gespräch mit unserer Zeitung: „Bezüglich unserer Ware haben wir ein positives Feedback seitens der Kundschaft erfahren. Was die Weinprobe anbelangt, stimmt der Mix jedoch schon lange nicht mehr. Die Veranstaltung leidet allgemein unter einem Qualitätsverlust. Künftig gehören alle Events dieser Art auf den Prüfstein und was die Sperrung der Salierbrücke anbelangt, wünsche ich mir seitens der Verwaltung eine proaktive-Strategie zur Abmilderung der Auswirkungen.“

Michael Schmitt vom Herrenbekleidungshaus bilanzierte, er sei „sehr zufrieden. Die Kombination Weinprobe und verkaufsoffener Sonntag passt in die Zeit. Gefragt waren vor allem Übergangsjacken und Winterware“.

Andrea Veh von Hut Beisel ist im Gespräch mit unserer Zeitung grundsätzlich zufrieden, denn „die Weinprobe hat viele zusätzliche Gäste nach Speyer gelockt. Speziell für unsere Herbstware war es jedoch etwa 10 Grad zu warm“.

Besucherin Bärbel Spindler aus Otterstadt kommt gerne nach Speyer: „Hier kann man entspannt bummeln und selbst an Tagen wie heute gut einkaufen.“

Info: Weitere Bilder gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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