Speyer

Corona Zwei Mannheimer Pflegeheime betroffen

Besuche sind nicht möglich

Archivartikel

Mannheim.In den beiden von der Corona-Pandemie betroffenen Pflegeheimen ist die Zahl der Infektionen gestiegen. Am 22. Oktober waren zum ersten Mal Bewohner und Mitarbeiter des Richard-Böttger-Heims auf dem Lindenhof positiv getestet geworden. Sieben Personen einer Wohngruppe und ein Mitarbeiter waren zunächst betroffen.

Zwei Tage später meldete das Haus Maria Frieden Infizierte. In der Caritas-Einrichtung in der Neckarstadt handelte es sich um zwei Bewohner und drei Mitarbeitende. Mittlerweile wurden im Richard-Böttger-Heim elf Bewohner und zehn Mitarbeitende eines Wohnbereichs positiv getestet. Sieben Mitarbeitende und neun Bewohner sind aktuell in Maria Frieden betroffen.

FFP2-Masken für Mitarbeiter

Die Situation im Böttger-Heim, das zur Universitätsmedizin (UMM) gehört, sei dennoch stabil, erklärt Pressesprecher Dirk Schuhmann auf Nachfrage dieser Redaktion. In den übrigen drei Wohnbereichen seien trotz mehrfacher Tests keine Infektionen von Bewohnern oder Mitarbeitern festgestellt worden. „Die Tests werden weiter engmaschig fortgesetzt“, so Schuhmann.

Besuche von Verwandten und Angehörigen im Böttger-Heim sind trotz stabiler Lage derzeit nicht zugelassen, so Schuhmann: „Die Geschäftsführung steht weiter in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt, um festzulegen, wann Besuche wieder gestattet werden können.“ Die Mitarbeiter aus Pflege, Reinigung und Verwaltung würden alle FFP2-Masken tragen, berichtet der Pressesprecher. So soll im allgemein erhöhten Infektionsgeschehen eine Übertragung vermieden werden.

Auch die Lage im Haus Maria Frieden habe sich stabilisiert, das sagt Julia Koch, Pressesprecherin der Caritas. Bisweilen herrsche noch eine leichte Anspannung. Die gute Nachricht aus der Neckarstadt: Zwei Mitarbeitende und eine Bewohnerin seien wieder genesen.

Eine infizierte 90-jährige Bewohnerin, die am Montag starb, hatte eine chronische Vorerkrankung, erklärt Koch, deshalb sei unklar, ob sie mit oder an Corona gestorben sei. „Bei den anderen Bewohnern ist der Zustand stabil, sie sind im Heim und nicht im Krankenhaus in Behandlung“, so die Pressesprecherin.

Bisher konnte, laut Koch, erreicht werden, dass die Infektionen sich auf einen Wohnbereich beschränken. Alle Bewohner und Mitarbeitenden des Hauses seien erneut getestet worden. Wann das Maria Frieden wieder für Besucher geöffnet werden kann, stehe noch nicht fest: „Diese Entscheidung liegt beim Gesundheitsamt, mit dem die Heimleitung in engem Austausch steht.“ zg

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