Speyer

Tag des offenen Denkmals Viele Orte sind an diesem Tag begehbar, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind

Besucher besteigen Heidentürmchen

Speyer.Der Satz „man kann nur schützen, was man kennt“ erklärt die Idee, die hinter dem jährlich stattfindenden Tag des offenen Denkmals steckt. Ziel ist es, Menschen jeden Alters für die Erhaltung von Denkmalen zu begeistern. Der Dom zu Speyer beteiligte sich an dem Aktionstag und hat besondere Führungen und Aktivitäten für Kinder und Erwachsene angeboten.

Dank vieler engagierter Mitglieder des Dombauvereins, der für das Programm des Tags verantwortlich zeichnet, sind dabei auch Bereiche zugänglich, die Besuchern sonst nicht offen stehen. Zentrale Anlaufstelle ist ein Informationsstand vor dem Dom. Als besonderes Angebot für junge Dom-Fans gab es ein Entenangeln am Domnapf. Dieser wurde zu diesem Zweck von der Speyerer Feuerwehr mit etwa 1000 Litern Wasser gefüllt, die Gummienten stammen von den Stadtwerken Speyer.

„Wir freuen uns, dass wir mit dieser Aktion an zentraler Stelle auf unser Anliegen, den Dom zu erhalten, aufmerksam machen können“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Dombauvereins Dr. Gottfried Jung. „Junge Menschen für alte Gebäude zu begeistern ist dabei ein besonders wichtiges Ziel. Der Tag ist aber auch ein Anlass, um allen zu danken, die sich bereits für den Dom zu Speyer engagieren“, so Jung. Das offizielle Motto des Denkmaltages „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ lenkte den Fokus auf den Westbau. Dieser ist der neueste Teil des Doms und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Domkonservator Wolfgang Franz hat als Leiter der kirchlichen Denkmalpflege Einblick in die verschiedenen Vergoldungstechniken gegeben, die bei der Restaurierung der Vorhalle zum Einsatz kommen. 2012 wurden der über der Vorhalle gelegene Kaisersaal und die Aussichtsplattform im Südwestturm eröffnet. Der ehemalige Dombaumeister Mario Colletto stellt in Kurzvorträgen seine moderne Gestaltung dieses Bereichs vor.

Am Tag des offenen Denkmals sind immer wieder auch Bereiche am Dom begehbar, welche sonst nichtöffentlich zugänglich sind. Exklusiv für Mitglieder des Dombauvereins gab es die Möglichkeit, das im Domgarten gelegene Heidentürmchen zu besteigen. Für alle offen ist das Angebot, den Dachstuhl über dem Mittelschiff zu begehen.

Alle Angebote finden in einem festen Zeitrahmen statt, für einige werden zusätzlich Tickets benötigt. Beim Infostand des Dombauvereins vor dem Dom gab es eine Übersicht zu allen Angeboten und weitere Hinweise. Die Gelder kommen dem Domerhalt zu Gute. Vereinsmitglieder – auch solche, die es an diesem Tag werden – zahlen keinen Eintritt. zg

Info: Weitere Bilder gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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