Speyer

Gesundheit AOK fördert Präventionsprojekt mit 30 000 Euro / Neun Kitas beteiligen sich

Bewegung mit Spaß soll Übergewicht vorbeugen

Speyer.Begeisterung ist spür- und hörbar. Denn die rund 20 kleinen „Kindergärtner“ dürfen zwischendurch nach Herzenslust schreien. Das wirkt ebenso befreiend wie das spielerische Herumtollen auf den Judomaxx-Matten. Begeistert sind auch die Beobachter der CDU-Ratsfraktion und der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland. Die Kommunalpolitiker hatten mit ihrem Förderantrag für das Projekt „Gesunde Kommune: Kooperation Sportvereine und Kitas“ im Rat einstimmig grünes Licht bekommen, betont Bürgermeisterin Monika Kabs und bedankt sich bei der Gesundheitskasse, die das Präventionsprojekt mit 30 000 Euro fördert.

Um zu demonstrieren, wie gut diese Fördergelder angelegt sind, absolvieren die Kinder der Kita Löwenzahn unter der Regie von JSV-Mitarbeiterin Nicole Seiler eine kindgerechte Bewegungsstunde. Hintergrund des Projektes sind gesellschaftliche Veränderungen, die Bewegungsarmut bei Kindern und die gesundheitlichen Risiken, die damit verbunden sind. Die Sportvereine bieten dazu altersgerechte Angebote, die den negativen Folgen entgegenwirken sollen. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts bewegen sich 70 Prozent der Jungen und 80 Prozent der Mädchen im Alter zwischen drei und 17 Jahren viel zu wenig, weist Ratsmitglied Dr. Maria Montero-Muth auf die hohe Anzahl übergewichtiger Kinder und Jugendlicher hin.

Exzellente Netzwerker

Lebensbereiche, in denen Menschen einen großen Teil ihrer Zeit verbringen, werden „Lebenswelten“ genannt, erläutert AOK-Bezirksgeschäftsführer Reinhard Tenzer. Dazu gehörten Kindertagesstätten. „Und die Gesundheit unserer Kinder liegt uns am Herzen“, betont Tenzer und lobt die Speyerer als „exzellente Netzwerker“. Ein verlässlicher Kooperationspartner in diesem Netz ist seit Jahren der JSV, bei dem das S nicht nur für Sport, sondern auch für Soziales steht. JSV-Geschäftsführerin Gerlinde Görgen zeigt sich dankbar für die großzügige Anschubhilfe, weil damit qualifizierte Übungsleiter für die Kita-Bewegung zugesichert werden können. Neun Kitas haben sich für die erste Phase der „Bewegungsstadt Speyer“ angemeldet.

Für enorm wichtig hält Bürgermeisterin Kabs die Nachhaltigkeit des Projektes: Nur wenn Kinder den Bewegungsspaß in ihre Familien hineintragen und ihre Eltern zum Mitmachen und Unterstützen animieren, könne langfristig Übergewicht und Adipositas bekämpft werden.

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