Speyer

Verkehrsverein Beim größten Volksfest am Oberrhein werden Besucher zu neuer Massenaktion aufgerufen / Wöhlert bleibt Vorsitzender

Bitte formieren zur Riesenbrezel!

Speyer.„Wir sind der Speyer-Verein“, unterstreicht der alte und für drei Jahre wiedergewählte Vorsitzende Uwe Wöhlert die Bedeutung des Verkehrsvereins Speyer. Der Vorstand des auf 603 Mitglieder angewachsenen Domstadt-Werbeträgers zog ein überwiegend positives Fazit über das abgelaufene Geschäftsjahr. Neben Judenhof-Betreuung und Sommertagszug bleibt der Schwerpunkt der Aktivitäten die Ausrichtung des 1910 aus der Taufe gehobenen Brezelfestes, das vom 12. bis 17. Juli gefeiert werden wird und bei dem mittlerweile Dirndl und Lederhosen als Outfit omnipräsent sind.

Bei der Hauptversammlung im Schulze-Delitzsch-Saal der Volksbank Kur- und Rheinpfalz lüftete die einstimmig in ihren Ämtern bestätigte Führungsriege das Geheimnis des Brezelfest-Familienspektakels: Zur „Nacht in Tracht“ formieren sich die Teilnehmer am Festsamstag zwischen Dom und Festplatz zu einer (vorgezeichneten) Riesenbrezel. Für alle „Mitbrezler“ gibt’s kleine Überraschungen.

In seinem Jahresrückblick dankte Wöhlert allen, die bei der Domnapffüllung zum Bistumsjubiläum an Pfingsten dabei geholfen haben, die 1400 Liter Wein an die Gäste zu bringen. Abermals wurde der Verkehrsverein damit beauftragt und bereits zum vierten Mal zeichnete sich Ehrenmitglied Joachim Bechmann als Projektleiter aus, lobte der Vereinschef.

Getränkeumsatz „sehr stabil“

Er bedankte sich bei Beiratsmitglied Frank Scheid, bei dem die Judenhof-Betreuung in besten Händen sei. Beim Brezelfest, erstmals ohne Festzelt-Boxen am Sonntagmorgen, bleibt der Getränkeumsatz „sehr stabil“, wobei Eichbaum-Niederlassungsleiter Christian Bauer einen Anstieg bei alkoholfreiem Bier registrierte.

Wöhlerts Dank galt dem Serviceclub Round Table für Button-Verkauf und Bildversteigerung beim montäglichen Frühschoppen. Beneidet werden die Speyerer immer von den Gästen aus Kirchhellen: Die 20 000 Einwohner zählende Kleinstadt feiert alle drei Jahre nur ihr Brezelfest – und das auch nur an einem Tag. Im vergangenen Jahr war der Verkehrsverein mit einem vollen Bus zum Mitfeiern nach Kirchhellen gefahren.

Schatzmeister Steffen Kühn, der Wöhlert ausdrücklich für seine vorbildliche Regieführung dankte, kann den Rücklagen ein kleines Polster zuführen. Keine Beanstandungen vermeldete für die Kassenprüfung Revisor Heinz-Jürgen Engberding, der nach 36 Jahren sein Amt abgab und künftig vom Römerberger Beigeordneten Franz Zirker ersetzt wird.

Von einem vierstelligen Jahresüberschuss der Verkehrsverein VeranstaltungsGmbH berichtete Geschäftsführer Claus Rehberger. Für einen attraktiven Festplatz-Mix hätten Marktmeister Franz Hammer und sein „Auszubildender“ Jürgen Neubeck gesorgt.

OB dankt „Speyer-Verein“

In seinem Grußwort hob Oberbürgermeister Hansjörg Eger die fürs Stadtmarketing wichtige Arbeit des „Speyer-Vereins“ mit ausdrücklichem Dank heraus. Um eine Alternativlösung für die vorm Judenhof mit Hinweis auf die Altstadtsatzung abgehängte gelbe Orientierungsfahne wollen er und Wöhlert sich in den nächsten Tagen bemühen.

Über den Stand des SchUM-Welterbeantrages informierte die Geschäftsführerin der drei SchUM-Städte, Dr. Susanne Urban. Bis Ende des Jahres will sie die schon jetzt über 100 Seiten starke Begründung fertiggestellt haben. Seit 2005 engagiert sich das Land Rheinland-Pfalz für die Anerkennung der mittelalterlichen Synagogen, Friedhöfe und Ritualbäder als UNESCO-Welterbe.

Einstimmig folgte die Versammlung dem Antrag Wöhlerts und ernannte den langjährigen zweiten Vorsitzenden Peter Durchholz zum Ehrenmitglied.

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