Speyer

„Dombrot“ Verkaufserlös für den Erhalt des Gotteshauses / Oblate mit Aufdruck der Kaiserkrone

„Brot lädt uns ein, es mit Freunden zu genießen“

Archivartikel

Speyer.Es gehört zu den Aufgaben des Domvereins für den Domerhalt zu werben und diesen zu unterstützen. Nun geschieht das auf einem ganz besonderen Weg, nämlich über die Bäckereitheke. Ein „Dombrot“, das der Verein zusammen mit der Bäckerei Görtz herausgebracht und nun öffentlich vorgestellt hat, soll einen Beitrag zum Domerhalt leisten. Dabei kommen von jedem verkaufen Laib 10 Cent dem Verein zugute, was sich, so schätzt Bäckermeister und Geschäftsführer Peter Görtz, zu einer Summe von 40 000 bis 70 000 Euro jährlich summieren könnte. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann begrüßte ausdrücklich, dass gerade mit diesem Brot für ein wichtiges, gemeinsames Anliegen geworben wird: „Das Brot riecht wunderbar und lädt uns ein, es mit Freude zu genießen.“

Der Vorstandsvorsitzende des Dombauvereins Dr. Gottfried Jung freute sich sichtlich über das Brot und lobte die „spontane und unkomplizierte“ Zusage von Peter Görtz, ein Dombrot zu kreieren und in den Verkauf zu nehmen. Dieses wird nun in 161 Filialen der Bäckerei Görtz verkauft. Gekennzeichnet ist es mit einer Oblate und dem Spruch „Ut unum sint – Dass alle eins seien“ und einer Zeichnung der Kaiserkrone. Zu lesen ist dieses Zitat auch über dem Eingangsportal des Doms. Die Krone hängt im Dominnern über dem sogenannten Königschor.

Biblische Bezüge

„Dass alle eins seien, steht über allem“, so Peter Görtz. Gemeinsam wolle man etwas für die Kathedrale tun, mit einem Produkt, das in die Region passe. Bei der Backware handele es sich um Mischbrot: 50 Prozent Weizen und 50 Prozent Roggen, mit Roggenschrot. Neben dem Verkaufserlös könne der Laib auch einen Beitrag zur Wahrnehmung der Notwendigkeit des Domerhalts leisten, wünscht sich Görtz. „Brot ist mehr als Brot“, fasste Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann die Bedeutung des „Dombrots“ zusammen. „Es schwingen immer mehrere Bedeutungsinhalte mit“, erklärte der Bischof. Zahlreiche biblische Bezüge und die Bitte, um „das tägliche Brot“ im Vaterunser verweisen auf die Bedeutung. Brot sei immer auch ein Zeichen für ein Miteinander. Er lobte daher auch die Gestaltung der Oblate. Über dem Portal weise dieser Satz darauf hin, dass der Dom als Haus Gottes allen Menschen offen stehe. Den Protagonisten der Aktion dankte er für den guten, sehr nennbaren Effekt, welchen das neue Dombrot für das Gotteshaus habe.

Domkustos Peter Schappert dankte von Seiten des Kapitels für die Aktion. Den Dombauverein würdigte er als treuesten Unterstützer des Gotteshauses. „Bauuntersuchungen, die Erneuerung technischer Einrichtungen, Ergänzungen und Reparaturen sind laufend notwendig, um die Bausubstanz dauerhaft zu sichern“, so der Domkustos. „Dabei hilft uns der Verein mit seiner verlässlichen Unterstützung“. Die größte, derzeit anstehende Baumaßnahme sei die Sanierung der bereits eingerüsteten Vierungskuppel, erläuterte Dombaumeister Mario Colletto.

Verkostung in der Vorhalle

Auf die Frage, wann die Aktion ende, antwortete Peter Görtz: „Wir wünschen uns eine dauerhafte Zusammenarbeit.“ Jetzt gelte es zu sehen, wie die Kunden auf das Produkt reagierten. Die Möglichkeit einer Verkostung besteht am Sonntag, 9. September beim Tag des offenen Denkmals in der Vorhalle des Doms. zg

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