Speyer

Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Dr. Klaus Lander (67) übergibt Leitung der Anästhesie und Intensivmedizin nach 26 Jahren an Prof. Dr. Christian Hofstetter (48)

Chefarzt nimmt Abschied nach 55 000 Narkosen

Speyer.Auf den Tag genau 26 Jahre war Dr. Klaus Lander als Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer zuständig für Anästhesie, Intensiv-, Schmerz- und Palliativmedizin. Am Mittwoch wurde er in den Ruhestand verabschiedet.

In seiner Zeit in der Speyerer Klinik war der 67-Jährige unter anderem am Aufbau der Schmerzambulanz und des Akutschmerzdienstes sowie der Zertifizierung als „schmerzarmes Krankenhaus“ beteiligt. Seit 2015 wird er jedes Jahr auf der renommierten Focus-Ärzteliste als Top-Mediziner im Bereich Schmerztherapie geführt.

Lander hat gemeinsam mit Kollegen den OP-Neubau und Erweiterungen und Verlegungen der Intensivstation begleitet und die Palliativstation eingerichtet. Vor allem gehört die Betreuung von Patienten zur Bilanz des scheidenden Chefarztes: Rund 25 000 Regionalanästhesien und mehr als 30 000 Allgemeinanästhesien hat er durchgeführt, besonders aber lag ihm immer das Wohlergehen der Menschen hinter der Erkrankung am Herzen.

Engagement für Hospiz dauert an

Das hat er auch in seinem jahrelangen Engagement für das Hospiz in Speyer und das Dudenhofener Kinderhospiz unter Beweis gestellt, das er auch im Ruhestand fortführt, der gar nicht so ruhig wird: Den Diakonissen Speyer-Mannheim bleibt der Anästhesist als ärztlicher Leiter der Spezialisierten Ambulanten PalliativVersorgung (SAPV) erhalten und dem Mutterhaus und der Diakonischen Gemeinschaft eng verbunden – nicht verwunderlich bei jemandem, der sich vor dem Medizinstudium in Tübingen zunächst der Theologie und mittelalterlichen Kirchengeschichte gewidmet hat.

„Dr. Lander hat unser Krankenhaus nicht nur fachlich, sondern auch menschlich sehr bereichert und wir freuen uns, dass er in der neuen Funktion noch für uns tätig ist“, sagte Diakonissen-Vorsteher Dr. Günter Geisthardt. Für Hobbys wie Kochen, Lesen und Geo-Caching will der Mediziner aber im Un-Ruhestand auch Zeit haben, außerdem hat er sich einige Reisen vorgenommen: „Ich möchte auf jeden Kontinent mal einen Fuß setzen.“

Länder und Kontinente hat Landers Nachfolger, der am Mittwoch offiziell von Kollegen und Gästen begrüßt und in sein Amt eingeführt wurde, bereits während des Studiums entdeckt: Prof. Dr. Christian Hofstetter absolvierte während seines Medizinstudiums an den Universitäten Düsseldorf und München Studienaufenthalte in Spanien und den USA. Nach Stationen in Frankfurt am Main und Mannheim war Professor Hofstetter zuletzt als Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Rotkreuzklinikum München tätig.

„Mit Professor Hofstetter konnten wir einen Spezialisten gewinnen, der über hervorragendes medizinisches Fachwissen verfügt und seine Leitungsqualitäten bereits unter Beweis gestellt hat“, betonte Krankenhaus-Geschäftsführer Wolfgang Walter zur Einführung.

Der 48-Jährige ist Facharzt für Anästhesiologie, Spezielle Intensivmedizin und Notfallmedizin und hat eine außerplanmäßige Professur für Anästhesiologie an der Ruprecht Karls Universität seiner Geburtsstadt Heidelberg inne, wo er vor seinem Studium rund drei Jahre Erfahrungen im Rettungsdienst sammelte. Professor Hofstetter lebt mit seiner Familie in Oftersheim. zg

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