Speyer

Geschäftsleben Stadtwerke starten Investition ins schnelle Internet im Gewerbegebiet Auestraße

Damit Speyer smart wird

Speyer.Ein flächendeckender Ausbau des Glasfasernetzes in der Stadt ist das Ziel der Stadtwerke Speyer. Der erste Schritt ist jetzt erfolgt. Im Zuge der Bauarbeiten in der Wormser Landstraße und der Auestraße erfolgte dort der Einstieg in die Verlegung der notwendigen Technologie, die Privat- und Geschäftskunden dauerhaft schnelles Internet garantieren und den Weg in Richtung Smart City ebnet. Ende März hatte der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler beschlossen, 550 000 Euro für Akquise und Vorplanung im Teilausbaugebiet Auestraße in die Hand zu nehmen. „Das ist ein zukunftsreiches Projekt und ein neuer Baustein zur Daseinsvorsorge“, sagt Seiler. Sie sieht in der Glasfaser einen Wettbewerbsvorteil und eine Standortsicherung für die Wirtschaftsbetriebe.

„Wir wollen zeigen, dass die SWS als kommunales Unternehmen mit anderen Anbietern auf Augenhöhe mithalten können“, verdeutlichte Seiler. Dem stimmte Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Bühring zu. „Wir verlegen Glasfaser nicht erst seit Neuestem“, machte dieser deutlich: „Das tun wir seit 20 Jahren, nur nicht mit dieser Technologie.“

Vorgenommen haben sich die SWS nun aber, den Bürgern die Tür zur digitalen Zukunft in der Domstadt zu öffnen. „Kunden mit einer schlechten Internetleistung sollen in den Luxus einer Großstadtversorgung kommen“, hob SWS-Projektleiter Georg Weyrich hervor. Die Mundpropaganda, die zum Projekt bereits bei den Kunden angelaufen sei, beweise, dass es Probleme gebe.

1600 potenzielle Kunden

Stephan Rosenow, für die technische Umsetzung zuständig, sprach von einem Quantensprung, was Bandbreite, Geschwindigkeit und Stabilität angeht. In den offenen Gräben in der Auestraße werden von den Mitarbeitern des Netzbetriebs nun sogenannte Speedpipe-Verbünde verlegt, von denen aus Abzweigungen zu den Häusern führen.

Mit Eigenkapital angetreten seien die SWS, um das Projekt anzustoßen, lenkte Wolfgang Bühring ein. In dem Zusammenhang machte er deutlich, dass es von der Zahl der anschlusswilligen Kunden abhänge, inwieweit der Ausbau des Glasfasernetzes vorangetrieben werden kann. Als Mindestanschlussquote nannte er 40 Prozent während der Vorvermarktung. In der Auestraße gebe es etwa 1600 potenzielle Privat- und Gewerbekunden. Deren Akquise soll im September beginnen.

OB Seiler äußerte sich optimistisch, die Mindestzahl zu erreichen. „Dann geht es in die Beschlussfassung zur Anbindung des ersten Teilausbaugebiets“, kündigte sie an. Alles in allem rechnen die SWS mit Investitionskosten von 5,8 Millionen Euro, wie Bühring wissen ließ.

Er wies darauf hin, dass der Glasfaser-Hausanschluss in der Vorvermarktungsphase kostenfrei erhältlich sei, das spare 1499 Euro und eine Anbindung bis zehn Meter ab der Grundstücksgrenze sei mit drin. Abgesehen davon gebe es ein Einführungsangebot für eine 250-Megabit-Leistung für 19,90 Euro (für die ersten drei Monate), das aufgestockt werden könne, beispielsweise durch die Bausteine Telefonie und TV.

Wird die Mindestanschlussquote erreicht, beginnt der Ausbau. Die Ausschreibungen für Tiefbau und Material sind für Januar 2020, die Vergabe ist für Mai und Baubeginn im Spätsommer vorgesehen. Mit einer Fertigstellung kann dann Ende 2021 gerechnet werden. „Jeder, der sich für einen Glasfaseranschluss bei uns entscheidet, unterstützt die flächendeckende Versorgung in der Stadt“, so Bühring. zg/soda

Info: Mehr Bilder gibt’s unter www.schwetzinger-zeitung.de

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