Speyer

Landeszuschuss Kommunales Gesundheitsförderungskonzept erhält den Zuschlag

Das Leben zu Hause weiter ermöglichen

Archivartikel

Speyer.Die Stadt erhielt jetzt eine Förderzusage des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz zur Finanzierung eines kommunalen Gesundheitsförderungskonzepts und wird im Zuge dessen Teil des Projekts „Gemeindeschwesterplus“. Das teilt die Pressestelle der Stadt mit.

„Wir freuen uns, dass unser Projektantrag erfolgreich war. Das Angebot ist eine große Bereicherung für Speyer“, sind sich Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) und Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU) einig. Das Modellprojekt „Gemeindeschwesterplus“ startete in 2015 in seine erste Phase und endete eigentlich Ende 2018. Nun wird es in einer zweiten Phase fortgeführt. Es richtet sich an hochbetagte Menschen ab 80 Jahren, die noch selbstständig leben und nicht auf Pflege angewiesen sind, sich aber Unterstützung und Beratung wünschen. Dabei kann sowohl eine präventiv ausgerichtete Beratung stattfinden, etwa zur sozialen Situation, gesundheitlichen und hauswirtschaftlichen Versorgung, Wohnsituation, Mobilität oder zu Hobbys und Kontakten, als auch die Vermittlung von wohnortnahen und gut erreichbaren Teilhabeangeboten wie geselligen Seniorentreffs, Bewegungsangeboten, Veranstaltungen oder interessanten Kursen.

Selbst erkennen, was nötig ist

„Die Gemeindeschwestern erkennen bei ihren Hausbesuchen frühzeitig Bedürfnisse und Risiken und können entsprechend gegensteuern. Sie tragen damit entscheidend dazu bei, dass Senioren länger zu Hause leben und sich ihre Selbstständigkeit erhalten können“, fasst Sozialdezernentin Kabs die Vorteile zusammen. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Gemeindeschwester, bei entsprechendem Bedarf neue Angebote anzuregen und zu initiieren und in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren in der Stadt die Entwicklung gesundheits- und selbstständigkeitsfördernder Infrastrukturen voranzutreiben.

Von 2015 bis 2018 finanzierte das Land Rheinland-Pfalz das Projekt zu 100 Prozent. In den Jahren 2019 und 2020 haben sich die im Land vertretenen Krankenkassen bereiterklärt, es in die Förderung kommunaler Gesundheitsförderungskonzepte mit einzubeziehen. Sie beteiligen sich mit 25 Prozent an den Kosten.

Speyer ist eine von zwölf Kommunen und Landkreisen, auf die die 10,5 zur Verfügung stehenden Vollzeitstellen, entsprechend der Anzahl von Menschen, an die sich das Angebot richtet, aufgeteilt werden. zg

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