Speyer

Arbeitskreis Zukunft Dialog Auf Gefahren und Chancen hinweisen

Debatte über Technikeinsatz anstoßen

Archivartikel

Speyer.Bedingungsloses Grundeinkommen, Digitalisierung und die Arbeitswelt 4.0 sind Schwerpunktthemen, mit denen sich der kürzlich gegründete Arbeitskreis „Zukunft Dialog Speyer“ unter Einbezug von gesellschaftspolitischen Gesichtspunkten künftig intensiv auseinandersetzen will.

Initiator ist Kurt Waas, früherer Betriebsratsvorsitzender der heutigen Pfalzflugzeugwerke und ehemaliges Mitglied im Gesamtbetriebsrat der Airbus AG. Seiner Initiative schlossen sich unter anderem Bürgermeister a. D. Hanspeter Brohm, Hans-Joachim Spengler, ehemaliger Vorstand der PFW Aerospace, Günter Hoetzl, Geschäftsführer IG Metall Ludwigshafen/Frankenthal und Thomas Cantzler, Geschäftsführer der Gabis GmbH in Speyer, an.

Mit Blick auf die Entwicklung der gesamten Arbeitswelt unter sozialen, technischen und ökonomischen Gesichtspunkten will die Initiative eine Debatte anstoßen, die mehr als bisher das Bewusstsein der Bevölkerung für grundsätzliche Fehlentwicklungen und Gefahren, aber auch für die Chancen durch neue Technologien schärfen soll.

Nach einer ganzen Reihe von Vorgesprächen und mehreren Veranstaltungen mit relevanten Gruppierungen, Institutionen und Experten wie Professor Dr. Hajo Weber vom IMO-Institut für Modernisierung in Mainz und dem lG Metall-Vorstandsmitglied Dr. Hans-Jürgen Urban kam man zum Ergebnis, dass eine intensive Behandlung der gesamten Thematik unter Einbezug aller politischen Arbeitsfelder längst überfällig ist.

Dabei ist den Gründungsmitgliedern klar, dass sie von Speyer aus kaum nennenswerten Einfluss auf die Politik der Bundesregierung nehmen können. Ausgangspunkt für den Gründungsgedanken war jedoch, dass ihrer Meinung nach während des gesamten Bundestagswahlkampfes 2018 Fragen der zukünftigen Arbeitswelt, den damit einhergehenden Veränderungen sowie den Auswirkungen auf das soziale Gefüge des Staates von politischen Mandatsträgern öffentlich kaum erörtert wurden. Daher wollen die Arbeitskreis-Initiatoren den gesamten Themenkomplex, und hier besonders bezogen auf Betriebe und Verwaltungseinrichtungen, zumindest in Speyer und dem Umland verstärkt in die öffentliche Diskussion bringen. „Niemand soll uns vorwerfen können, wir hätten die Probleme nicht erkannt, auf sich abzeichnende Veränderungen nicht reagiert oder nicht mal den Mut gehabt, ihre Gründe, Ursachen und Folgen öffentlich zu verdeutlichen“, betonte Waas im Gespräch.

Am Dienstag, 6. August, trifft sich der Arbeitskreis bei der Gabis in der Lessingstraße 4, um eine vorläufige Bilanz über die bisherigen Aktivitäten zu ziehen. Die nächste größere Veranstaltung findet am Dienstag, 5. November, in der Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer statt. Behandelt wird dort die Frage, ob das bedingungslose Grundeinkommen gesellschaftspolitische Probleme lösen kann, oder ob es sich um eine Scheindebatte zur Verschleierung wirtschaftspolitischer Interessen handelt.

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