Speyer

Synagoge Ein besonderes Programm auf historischen Instrumenten

Dem Wahnsinn auf der Spur

Speyer.Vom wilden Wahnsinn bis hin zur resignierten Absurdität reicht das neue Programm des Ensembles „La Rosa Enflorece“, das am am Sonntag, 17. Februar, um 18 Uhr in der Synagoge Beith-Schalom in Speyer gastiert. Almut-Maie Fingerle (Sopran), Almut Werner (Blockflöte), Daniel Spektor (Barockvioline) und Johannes Vogt (Theorbe – eine historische Langhalslaute) haben sich auf die Suche nach musikalischen Kleinodien rund um das Thema Wahnsinn begeben.

So finden sich zahlreiche „Follien“, die den Inbegriff des klingenden Wahnsinns darstellen, denn follia ist italienisch für Narrheit, Tollheit oder Wahnsinn. Im Programm wird Vivaldis Follia erklingen, die gepaart ist mit Henry de Baillys „Yo soy la locura – ich bin die Wahnsinnige“ und dem englischen „Willow Song“ aus dem Othello. Auch in der Oper gibt es häufig die Darstellung wahnsinniger Menschen – vor allen im Liebeswahn wie in Porporas Arie „In braccio a mille furie – in den Armen von 1000 Furien“ oder in Monteverdis „Lamento della Ninfa“.

Zudem erklingen jüdisch sefardische Lieder zum Wahnsinn wie auch Niguns, das sind Lieder ohne Worte, die nur auf Silben intoniert werden und zur Ekstase führen sollen. Auch die Bewohner von Bergamo galten oder gelten als toll, wie man es in der „Bergamasca“ des jüdischen Barockkomponisten Salomone Rossi erleben kann. Am Ende wird alles aber wieder viel Sinn haben.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional