Speyer

Lesung Pia Klemp über ihre Zeit als Kapitänin bei der Seenotrettung

Der Kampf auf dem Meer

Archivartikel

Speyer.Sie will helfen und wird dafür bestraft: In Kooperation mit dem Bündnis für Demokratie und Zivilcourage, dem Arbeitskreis Asyl, dem Rosa-Luxemburg-Club und dem Kulturzentrum Eckpunkt sowie dem Spei’rer Buchladen und zahlreichen Partnern organisiert die Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz am Montag, 21. Oktober, um 19 Uhr im Ägidienhaus eine Lesung mit der Kapitänin Pia Klemp. Klemp erhielt 2019 den Clara-Zetkin-Frauenpreis, und wartet, seit ihr Seenotrettungsschiff „Iuventa“ von den italienischen Behörden beschlagnahmt wurde, auf ihren Prozess in Italien.

Pia Klemp ist seit 2012 im Mittelmeer. 2017 wurde eines ihrer Schiffe – die „Iuventa“ – beschlagnahmt. Die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen Klemp und weitere Crewmitglieder wegen „Beihilfe zur illegalen Einwanderung“. Da sie aufgrund von drohender U-Haft zurzeit keine Einsätze fährt, hat sie ein Buch geschrieben, das zur Buchmesse unter dem Titel „Lass uns mit den Toten tanzen“ im Augsburger Maro Verlag erscheint.

Eine Kapitänin sticht mit einer Crew aus Hippies und Weltverbesserern in See, da Menschen im Mittelmeer ertrinken, die Zuflucht in Europa suchen. Die Crew kann nicht akzeptieren, dass die EU-Staaten die Seenotrettung eingestellt haben und die Menschen sterben lassen. Sie orientiert sich an der Einhaltung der Menschenrechte. Als ihre Rettungseinsätze sabotiert werden, nimmt das abgekartete politische Spiel neue Dimensionen an. zg/Bild: Schmidt

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